15.09.2020 - 12:27 Uhr
MoosbachOberpfalz

100-Tage-Bilanz in Moosbach: Haushaltssanierung und Bocklradweg stehen ganz oben

Armin Bulenda setzt eine Tradition in Moosbach fort: Nach 1945 stellte die CSU alle Bürgermeister. Gut hundert Tage im Amt zieht der neue Marktgemeindechef nun eine erste Bilanz.

Fleißig übt Moosbachs Bürgermeister Armin Bulenda schon jetzt das Fahrradfahren um den Anschluss von Moosbach an den Bocklradweg nicht zu verpassen.
von Peter GarreissProfil

„Die 130 Tage im Amt vergingen wie im Flug“, resümiert Armin Bulenda. Dank der Rathausverwaltung konnte er sich gut einarbeiten. Bulenda sprach von einer perfekt aufgestellten Verwaltung mit motivierten und routinierten Beschäftigen, sowohl im Rathaus als auch im Bauhof und den anderen Außendienststellen. „Von allen wurde ich herzlich aufgenommen und so fühle ich mich wohl in diesem Team“, freut sich das neue Gemeindeoberhaupt. Bulenda räumt ein, dass ihn viele anstehende Dinge durch seine Tätigkeit als Gemeinderat schon bekannt waren. Nun stecke er tief drin in der Vorbereitung und Lösung der Themen.

Frischgebackener Rathauschef startet durch

Moosbach

Als besonders interessant in den ersten Tagen als Bürgermeister sah er die tägliche Sichtung der Post. Hier bekam er einen guten Eindruck, wie viele verschiedene Dinge im Rathaus oder in anderen Einrichtungen wie der Wasserversorgung, der Kläranlage oder der Moosbacher Versorgungsgesellschaft ablaufen.

Grundsätzlich startete er am 1. Mai neu. Aber nicht wirklich, da viele Projekte ja bereits am Laufen waren, wie der Umbau des Kurparks, die vielen Fragen bei der Wasserversorgung oder die Erschließung des Gewerbegebietes Hammermühle. „So war ich von Beginn an gleich gefordert mit Grundstückverhandlungen, Notarterminen und vielen anderen Besprechungen.“ Besonders freue es ihm, dass er bereits drei standesamtliche Trauungen im Schloss Burgtreswitz durchführen konnte. Sehr viel Zeit investiert der Bürgermeister in die Vorbereitung der Gemeinderatssitzungen. Zusätzlich gebe es vor jeder Sitzung eine fraktionsübergreifende Sitzung in der die Tagesordnung vorgestellt wird, und so alle Räte gleich gut informiert sind. Der ehrenamtliche Bürgermeister ist dienstags und donnerstags zu regelmäßigen Amtsstunden im Rathaus, die restliche Zeit bei der Arbeitsverwaltung in Nürnberg beziehungsweise im Homeoffice tätig.

Zur Person:

Armin Bulenda

Alter: 34 Jahre

Ehrenamtlich tätig

Verheiratet, ein Kind

Mitglied der CSU

Zusammensetzung Marktgemeinderat: 14 Gemeinderäte plus Bürgermeister = 15 Sitze. Diese verteilen sich auf: 5 Sitze CSU, 3 Sitze UWG, 2 Sitze Bürgerliste Moosbach, 2 Sitze SPD, 2 Sitze FWU und 1 Sitz Bürgermeister

Wünsche, Anträge, Sonstiges:

* Das hab´ ich mir anders vorgestellt: Die Aufgabenfülle des Amtes.

* Meine größte Aufgabe wird sein: Als meine größte Aufgabe sehe ich durch die von Corona erschwerten Bedingungen die Konsolidierung des Haushalts weiterzuführen und die dadurch hohen Fördersätze bis zu 90 Prozent weiterhin zu erhalten. Die größte Herausforderung wird sein, alle Ortsteile der Gemeinde gleichermaßen zu berücksichtigen. An erster Stelle meiner Ziele sehe ich den Lückenschluss des Radweges zum Bocklradweg bei Lohma zu schaffen und Bürgern und Feriengästen eine gute Lösung zu präsentieren. Zudem freue ich mich, wenn wir in der kommenden Oktobersitzung im Gemeinderat das Bürgerservice-Portal freischalten und so den nächsten Schritt in Richtung Digitales Rathaus gehen können.

* Viel Zeit investiere ich in …. die schnelle Kontaktaufnahme mit allen wichtigen und aktuellen Ansprechpartnern der Gemeinde, den Mandatsträgern, der Schulleitung, dem Pfarrer, dem Kindergarten, den hilfesuchenden Bürgern und den Vereinen.

* Im Gemeinderat würde ich mir manchmal wünschen, dass…. Ehrlich gesagt gibt es keinen Grund mir eine Änderung zu wünschen, da die Zusammenarbeit meiner Meinung nach gut ist und jeder sehr gut mitmacht, an den Themen interessiert ist und gute Vorschläge unterbreitet.

* Meine Familie schimpft manchmal, weil … die Tage im Rathaus sehr schnell lang werden, da es genügend Themen und Arbeit gibt um die man sich noch kümmern sollte. Schnell vergisst man die Zeit und aus „ich muss mal schnell 1 Stunde weg, werden oft 3 Stunden“. Ansonsten über meinen rasant angestiegenen Bedarf an gebügelten Hemden, da ich zuletzt in Homeoffice nur selten Hemden trug und diese im Rathaus schon angebracht sind.

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