Für Elisabeth Kemnitzer ist die irdische Wanderschaft zu Ende gegangen. "Was wir als Sonnenuntergang erleben, das ist für Menschen anderswo auf der Welt zugleich Sonnenaufgang - der Anfang eines neuen Tages mit all seinen Möglichkeiten", sagte Pfarrer Udo Klösel. "So ähnlich ist es wohl auch mit dem Sterben eines Menschen." Klösel hielt das Requiem für Elisabeth Kemnitzer aus Moosbach, die im Alter von 66 Jahren verstorben ist.
Der Pfarrer blickte zurück auf das Leben der Verstorbenen. Geboren wurde Elisabeth Kemnitzer am 21. September 1959 in Moosbach als Tochter der Eheleute Karl und Franziska Kemnitzer. Nach der Volksschule besuchte sie die Altenpflegeschule und erlernte den Beruf der Altenpflegerin. Über 40 Jahre war sie im Alten- und Pflegeheim Theresianum in Fürstenfeldbruck in verschiedenen Positionen tätig, unter anderem als Pflegedienstleitung. Im Oktober 2025 wurde sie dort verabschiedet.
Als begeisterte Wanderin verbrachte sie den größten Teil ihrer Freizeit im Voralpenland von München, aber auch gerne in ihrer Moosbacher Heimat. Im Frühjahr 2024 war bei ihr eine unheilbare Krankheit diagnostiziert worden. Durch das Fortschreiten der Krankheit wurde ihr das geliebte Wandern immer beschwerlicher. Dennoch fuhr sie gerne in die Berge, um sich an dem Panorama zu erfreuen. "Wie viele wunderbare Sonnenuntergänge mag sie dort in ihren geliebten Bergen wohl erlebt und bewundert haben?", fragte der Geistliche.
Nach ihrer schweren Erkrankung verstarb sie am 7. Februar im Krankenhaus in Fürstenfeldbruck. "Mit nur 66 Jahren kam der Sonnenuntergang ihres Lebens viel zu früh", sagte Klösel. Der Kirchenchor, begleitet von Hubert Reimer an der Orgel, gestaltete das Requiem mit. Anschließend wurde zum Friedhof gezogen. Wie bereits in der Kirche hatten sich über 20 Schulkameraden/innen aus der Gemeinde Moosbach mit eingereiht. Auch ein Kleinbus mit Kolleginnen und der ehemalige Leiter vom Alten- und Pflegeheim Theresianum aus Fürstenfeldbruck sowie eine Klosterschwester waren angereist, um ihr die letzte Ehre zu erweisen.













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