15.01.2021 - 11:02 Uhr
MoosbachOberpfalz

Moosbach will auch 2021 ohne neue Schulden auskommen

Kämmerin Jessica Piehler informiert den Marktrat über den Haushalt de laufenden Jahres. Die Gremiumsmitglieder nehmen den Etat mit Genugtuung zur Kenntnis.

1,7 Millionen Euro kostet 2021 die Erschließung von Teil II des „Gewerbegebietes Hammermühle“ (auf dem Bild das bewaldete hintere Gelände).
von Peter GarreissProfil

Kämmerin Jessica Piehler legte in der Marktratssitzung den Haushalt 2021 vor. Mit 12,79 Millionen Euro hat der zwar gewaltige Ausmaße, liegt aber um 1,96 Millionen unter dem von 2020. Auch 2021 will Piehler ohne neue Schulden auskommen. 5,40 Millionen Euro gehören zum Verwaltungshaushalt und 7,38 Millionen Euro für Investitionen im Vermögenshaushalt. 2020 waren das noch 9 Millionen Euro.

Der Verwaltungshaushalt enthält laufende Einnahmen in Höhe von 3,05 Millionen Euro sowie 1,96 Millionen Euro aus Verwaltung und Betrieb, staatliche Zuweisungen von 2,43 Millionen Euro, Grund- und Gewerbesteuern mit 620.000 Euro, Gebühreneinnahmen mit 851.000 Euro und innere Verrechnungen in Höhe von 439.000 Euro.

Dem stehen Ausgaben von 2,23 Millionen Euro für Verwaltungs- und Betriebsaufwand, 1,30 Millionen Euro für Kreisumlage und sonstige Finanzausgaben, 1,27 Millionen Euro für Personalkosten und 603.800 Euro Zuweisungen an den Kindergarten und dem Sport gegenüber. Im Vermögenshaushalt stehen wiederum zahlreiche Maßnahmen, wie die Verbesserung der Büroausstattung mit 4300 Euro, 171.000 für das Feuerlöschwesen, darunter 131.000 Euro für den Neubau des Feuerwehrhauses in Burgtreswitz, Verbesserung der Funk- und Sirenenanlage mit 22.000 Euro an.

Grundschule und Bocklweg

Für die Grundschule will der Markt 2021 insgesamt 835.000 Euro ausgeben. Größter Brocken dabei ist die Sanierung des Flachdachs mit 765.000 Euro. Für den Generationenpark (Kurpark) stehen nochmals 240.000 Euro bereit. Ernst machen will man jetzt mit der Anbindung Moosbachs an den Bocklweg bei Lohma. Dafür stehen im Haushalt beachtliche 660.000 Euro bereit.

Moosbachs Bürgermeister infotmiert über den Anschluss an den Bocklweg

Moosbach

Der Straßenbau nimmt 2021 den größten Block im Vermögenshaushalt mit 1,68 Millionen Euro ein. Für 965.000 Euro sollen davon Straßen im „Gewerbegebiet Hammermühle II“ gebaut werden. 450.000 Euro wird die Pfreimdbrücke bei Isgier kosten, 116.000 Euro die Straße im Baugebiet „Etzgersrieth-Kirchensteig“, 50.000 Euro der Gehweg in Saubersrieth, 40.000 Euro die Ortsdurchfahrt Ragenwies und 20.000 Euro die Umgestaltung des Marktplatzes Moosbach.

2,59 Millionen Euro stehen für öffentliche Einrichtungen und die Wirtschaftsförderung bereit. Der größte Brocken ist hier der Breitbandausbau mit 1,3 Millionen, die Förderung des Mobilfunkes mit 600.000 Euro, 545.000 Euro für die Abwasserbeseitigung im „Gewerbegebiet Hammermühle II“, 15.000 Euro für Anschaffungen für den Bauhof. 300.000 Euro sind zur Verbesserung der Wasserversorgung eingeplant. 188.000 Euro für das „Gewerbegebiet Hammermühle II“, 42.000 Euro für die Wasserversorgung im Baugebiet Etzgersrieth, 20.000 Euro für eine neue Pumpe im Tiefbrunnen und 20.000 Euro für den Erwerb von Quellen. Für Grundstückskäufe plant Piehler 150.000 Euro ein und für den Umbau der ehemaligen Grundschule in Mietwohnungen 455.000 Euro.

Die Investitionskosten 2021 in Höhe von 7,07 Millionen bringt Piehler aus Zuschüssen, Spenden und Investitionspauschalen auf. Hier erwartet sie 4,04 Millionen Euro, aus Beiträgen für Straße, Wasser und Abwasser 1,67 Millionen Euro und aus Rücklagenentnahmen in Höhe von 585.000 Euro. Sie erwartet im Verwaltungshaushalt einen Überschuss von 239.000 Euro, den sie dem Vermögenshaushalt zuführt.

Ende des Jahres im Normbereich

Mit Genugtuung nahmen die Gemeinderäte auch die Entwicklung der Schulden zur Kenntnis. Zum 31. Dezember 2021 rechnet die Kämmerin mit einem Schuldenstand von nur mehr 1,38 Millionen Euro. Damit rutscht Moosbach in den Normalbereich. 2012 waren es noch über 6 Millionen Euro.

Dank der vom Staat gewährten Stabilisierungshilfen von 6 Millionen Euro kam dieser gewaltige Schuldenabbau zustande. Vor der Entscheidung im Februar wird die Kämmerin nun mit den vier Marktratsfraktionen das Zahlenwerk beraten.

Bereits vor 20 Jahren wurden die ersten 100 Meter des Geh- und Radweges nach Lohma zwischen Moosbach und Gröbenstädt hergestellt. Dann war Funkstille. Im Haushalt 2021 sind nun 660.000 Euro für die Fertigstellung eingeplant.

 

 

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