14.05.2021 - 11:39 Uhr
MoosbachOberpfalz

Neuer Plan für Radweg von Moosbach nach Lohma

Der Moosbacher Marktrat verabschiedet sich von der bisherigen Geh- und Radwegplanung. "Weg von der Staatsstraße" lautet nun das Motto.

Der Radweg muss weg von der gefährlichen Staatsstraße. Als wesentlich familienfreudiger wird die Trasse Hallenbad Moosbach – Strehberg – Gebhardsreuther Schleife (Mayrschleif) – Hammermühle – Lohma“ nun angesehen.
von Peter GarreissProfil

In der Marktratssitzung kamen die Politiker und die vielen Zuhörer ins Staunen: Der Marktrat Moosbach nahm Abschied von seiner bisherigen Geh- und Radwegplanung. Die Anbindung Moosbachs über die Staatsstraße an den Bocklweg bei Lohma halten die Räte wegen der mangelnden Bereitschaft von Grundstücks-Eigentümern, die erforderlichen Flächen abzutreten, für nicht realisierbar und auf der zu viel befahrenen Staatsstraße von Moosbach, Gröbenstädt, Gröbenstädt/Siedlung nach Lohma auch für viel zu gefährlich.

Gefährliches Nadelöhr

Die Ortsdurchfahrt von Gröbenstädt stellt dabei ein gefährliches Nadelöhr dar. Zwischen Moosbach und dem Sperlweiher müssten die Radfahrer auch öffentliche Verkehrsflächen benützen. Das wäre vor allem Familien mit Kindern nicht zuzumuten. In dieser Notlage suchte Bürgermeister Armin Bulenda mit seinen Stellvertretern Bernhard Rom und Helmut Meindl nach einem Ausweg, damit es noch in diesem Jahr zu einem Baubeginn kommen kann. In der Sitzung präsentierte er nun eine Vorplanung des Ingenieurbüros Zwick aus Weiden. „Weg von der Staatsstraße“ lautet das Motto dieser Planung. Sie geht davon aus, dass der Radweg von Moosbach (Hallenbad) in Richtung Grub verläuft.

In freier Natur

Nach der Überfahrt über den Gruberbach (bei der Abzweigung Strehberg) geht der Geh- und Radweg geradeaus auf dem Feldweg in Richtung „Strehberg“, vorbei an land- und forstwirtschaftlichen Flächen, in freier Natur in Richtung Gebhardsreuther Schleife weiter. Dort wird nach der Überfahrt über die Pfreimdbrücke die Staatsstraße nach Pleystein erreicht. Entlang der Staatsstraße geht es auf dem neu zu errichtenden Geh- und Radweg zum neuen Gewerbegebiet „Hammermühle“ und dann weiter bis zum Abzweig zur Hammermühle. Von dort würden die Radfahrer und Wanderer auf einem Feldweg unter der Autobahnbrücke hindurch den Bocklweg erreichen und nach Lohma/Waidhaus oder Pleystein/Vohenstrauß weiterfahren können. Auch das bisherige Vorhaben, die Radfahrer über die Autobahnbrücke zu lotsen, würde damit aufgegeben.

Lesen Sie hier einen früheren Bericht zum Thema Radweg

Moosbach

Wichtig ist den Gemeinderäten, dass die Radfahrer auf Wegen unterwegs sein können, auf denen sich kein öffentlicher Lastwagen- oder Auto-Verkehr abspielt. Ob der neue Geh- und Radweg asphaltiert oder nur aufgeschottert wird, muss erst noch geprüft werden. Hierbei spielt die Höhe von Zuschüssen eine wichtige Rolle. Sandro Stefinger stellte die Frage nach der Notwendigkeit. „Wir bauen doch mitten damit durch die Prärie eine breite Straße.“ Die notwendigen Straßen sind eigentlich jetzt schon vorhanden, sie müssen nur ausgeschildert werden“, meinte er. Bürgermeister Bulenda sah das etwas anders: „Wir wollen erreichen, dass die Radfahrer nicht auf den Straßen fahren müssen. Wir brauchen einen eigenständigen Radweg. Eine Kombination ist nicht gut.“ Er schlug vor, dem Ingenieurbüro den Planungsauftrag zu erteilen.

Josef Hierold befürchtete, dass die Radfahrer den geplanten Radweg nicht annehmen und weiterhin über Gröbenstädt fahren werden. Fritz Steinhilber sprach sich für einen baldigen Baubeginn aus. „Fangen wir einfach mal an mit dem Gehwegbau, denn es gebe noch viel Nachholbedarf, wie in Saubersrieth“. Das sah das Gremium auch so, denn immerhin wurde der Planungsauftrag an das Ingenieurbüro dann einstimmig beschlossen.

Der Radweg muss weg von der gefährlichen Staatsstraße. Als wesentlich familienfreudiger wird die Trasse Hallenbad Moosbach – Strehberg – Gebhardsreuther Schleife (Mayrschleif) – Hammermühle – Lohma“ nun angesehen.

„Wir wollen erreichen, dass die Radfahrer nicht auf den Straßen fahren müssen. Wir brauchen einen eigenständigen Radweg."

Bürgermeister Armin Bulenda

 

 

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