25.11.2021 - 13:22 Uhr
MoosbachOberpfalz

Online-Befragung: Viel Verbesserungspotenzial für Moosbach

Der Zukunftsperspektiven-Ausschuss hat eine volle Tagesordnung. Die kürzliche Online-Befragung bringt mit mehr als 4600 Rückmeldungen ein umfassendes Feedback über die Anliegen der Moosbacher. Und für die Räte viele Hausaufgaben.

Für den von vielen Passanten geforderten Fußgängerüberweg in der Hauptstraße sehen die Gemeinderäte keine Machbarkeit.
von Peter GarreissProfil

Zu einer wichtigen Sitzung traf sich der Gemeindeausschuss für Digitalisierung und Zukunftsperspektiven im Rathaussaal Moosbach. Dabei ging es vor allem um die Auswertung der Online-Befragung für eine nachhaltige ländliche Entwicklung (LE.NA). Bürgermeister Armin Bulenda informierte, dass sich an der Bürgerbefragung 95 Personen (45 aus dem Ort Moosbach und 50 aus den Gemeindeteilen) mit insgesamt 4622 Bewertungen, Anfragen und Kommentaren beteiligten. So erhielt der Markt Moosbach ein umfassendes Stimmungsbild, wie verschiedene Themen aus der Sicht des Bürgers wahrgenommen werden.

"Umleitungsgemeinde"

Auch der Durchgangsverkehr kam zur Sprache. Laut Geschäftsleiter Andreas Hofmeister habe dieser bereits schon wieder den Stand vor der Corona erreicht. Das Parken in der Hauptstraße kam zum wiederholten Mal zur Sprache. Hofmeister wies auf den starken Verkehr durch die schon fast zwei Jahre dauernde Umleitung, von Böhmischbruck her kommend, hin. Er bezeichnete Moosbach als Umleitungsgemeinde. Eine Verkehrszählung sollte schnellstens durchgeführt werden. Im Ausschuss wurden auch Stimmen laut, dass der Marktplatz zu einer Durchfahrtsstraße verkümmere. Die Ursachen liegen an den vielen Besuchern des Seniorenheimes und den Bewohnern des Mietshauses im Schulgelände. Nichts wird offenbar aus dem Wunsch vieler Passanten in der Hauptstraße einen Fußgängerüberweg anzulegen. Dazu sei die Straße zu kurz, weil vorne und hinten jeweils 15 Meter Parkverbot gelten müssten. Die Pflasterzollanlage an der Kreuzung Eslarn/Oberviechtach sollte in diesem Zustand entweder beseitigt oder aufgeräumt werden, sprachen sich die Räte aus.

Ladestelle beim Rathaus

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, auf dem Parkplatz vor dem Rathaus eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten einzurichten. Der Strom dafür müsse aus erneuerbaren Quellen stammen. Der Zuschuss betrage derzeit 80 Prozent. Die Verwaltung wurde angewiesen Firmenangebote einzuholen und den Zuschussantrag zu stellen. Die Chefin des Touristikbüros im Rathaus Claudia Rieß schlug schließlich die Aufstellung eines Ladepunktes für E-Bikes am Kiosk im Kurpark „Gruberbach“ vor.

Marktbrunnen, Bike-Gelände und Dorfladen

Der Marktbrunnen in der Rosenstraße sei trocken und sehr heruntergekommen. Der Geschäftsleiter erklärte, dass so ein Brunnen in dieser Lage im Siedlungsgebiet Trinkwasserqualität besitzen müsste. Auch die Barriere freie Umgestaltung des Marktplatzes kam zur Sprache. Marktrat Sandro Stefinger sprach das Gelände (Erdhaufen) neben dem Seniorenheim an. Es würde sich bestens als Bike-Gelände zum Austoben der jungen Radfahrer eignen. Mehr als 50 Prozent der Teilnehmer sprachen sich dafür aus, dass künftig das Bauen nur mehr dort möglich sein sollte, wo es der Natur am wenigsten weh tut. Angesprochen wurde auch das Thema „Dorfladen“. Markträtin Ulrike Guttenberger fehlte an den Ortseingängen von Moosbach eine ortstypische Skulptur.

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Moosbach
Im Ausschuss wurden Stimmen laut, dass der Marktplatz zu einer Durchfahrtsstraße verkümmere.

 

 

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