„Keiner lebt sich selber, keiner stirbt sich selber“, unter dieses Thema stellte Pfarrer Josef Most die Trauerrede beim Requiem für Josef Brandstätter in der Pfarrkirche. Der Seelsorger blickte auf das Leben des Verstorbenen zurück, der am Mittwoch, 10. Juli, mit 92 Jahren sein Leben vollendet hat. Geboren wurde Josef Brandstätter am 10. Juni 1927 in Moosbach. Er war das zweite von drei Kindern der Eheleute Andreas und Maria Brandstätter, die schon eine Bäckerei betrieben. Während sein Bruder Hans schon gestorben ist, lebt seine Schwester Hildegard in München. Brandstätter machte eine Bäckerlehre und stieg in die Bäckerei mit ein. Viele Jahre unterstützte er Sohn und Bäckermeister Hans.
Darüber hinaus führte der „Beckernickl Sepp“ Jahrzehnte ein Transportunternehmen mit großem Lastwagen. Am 30. Januar 1962 heiratete er Anneliese Reichenauer aus Ödbraunetsrieth in der Pfarrkirche. Aus der Ehe stammen die Kinder Hildegard, Johann und Maria und die Enkel Lukas, Simon, Lisa Maria und Korbinian.
Seine Verbundenheit zur Kirche drückte er mit dem Besuch der Vorabendmesse samstags aus. Der Kirchenchor Moosbach unter Leitung von Sonja Meiler sowie die Bläser Markus Schulz und Margret Führnrohr gestalteten die Trauerfeier mit. Die Feuerwehrmänner trugen ihren Kameraden zur letzten Ruhe. Zweiter Vorsitzender Peter Franz nahm für den OWV von seinem Ehrenmitglied Abschied. 1968 war Brandstätter in den OWV eingetreten und von 1976-1998 dessen Vorsitzender. In dieser Zeit wandelte sich der Verein zu einem Wanderverein. Franz erinnerte an den Bau der Hütte auf dem Steinknöchl und den OWV-Schuppen. Für die vielen Verdienste für den Verein und seine Heimat wurde Brandstätter mit Ehrungen überhäuft. Für die Feuerwehr und SpVgg nahm Josef Rauch Abschied. Bis zu seiner Krankheit hat der „Beckernickl Sepp“ unermüdlich in der Bäckerei gearbeitet. Die letzten Jahre verbrachte er im Pflegeheim in Pleystein. "Selbst da ist er uns immer wieder begegnet beim Werbespot dieser Einrichtung im OTV", erinnerten sich einige Moosbacher. Über 70 Jahre war er bei der Feuerwehr und die SpVgg verliert mit Josef Brandstätter ihr ältestes Mitglied. Rauch stellte seine weltoffene und tolerante Einstellung heraus und dankte im Namen der Vereine. Für den Kriegerverein nahm Vorsitzender Karl Liebl Abschied. Er erinnerte an den Zweiten Weltkrieg, den der Verstorbene noch mit 17 Jahren in Frankreich habe durchmachen müssen. Nach zweijähriger Gefangenschaft kehrte er 1947 heim. 1954 war er Wiedergründungsmitglied des Kriegervereins und wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Blasmusik spielte zum Abschluss „Den guten Kameraden“. Für den Kriegsteilnehmer wurden Böller abgefeuert.













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