Straßensperrung wegen Explosionsgefahr

Auf eine Fülle von Aufgaben blickte die Feuerwehr Münchenreuth bei der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim zurück. Einmal waren die Helfer zu einem Brand auf einem Feld gerufen worden. Ein weiterer Einsatz war besonders spektakulär.

Lukas Schreyer (hinten Mitte) zusammen mit Feuerwehr-Anwärter (vorne, links) Tobias Forster und Elias Ernstberger (rechts) sowie Kommandant Klaus Grötsch. Hinten stehend (von links) Zweiter Bürgermeister Karlheinz Hoyer und Christoph Schulle sowie (von rechts) Vorsitzender Berthold Ernstberger und Bürgermeister Bernd Sommer.
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"Alle Einsätze zusammengerechnet waren wir über 170 Stunden unterwegs", rechnete Kommandant Klaus Grötsch in seinem Rückblick auf die Arbeit der 46 Aktiven und 3 Feuerwehranwärter vor. Zehn Einsätze waren abzuarbeiten – neben dem einzigen Löscheinsatz bei der Kappl unter anderem nach einem Sturmschaden, nach Verkehrsunfällen und für eine Komplettsperrung bei Schottenhof. Diese war wegen Explosionsgefahr nötig, nachdem die Polizei ein Fahrzeug mit 150 Kilo Böller im Kofferraum gestoppt hatte.

Münchenreuth bei Waldsassen

Zudem waren die Feuerwehrleute an vier Terminen zur Verkehrsregelung im Dorf engagiert: Während der Markusprozession, an Fronleichnam, zum Martinszug und anlässlich des Volkstrauertags. Sieben Feuerwehrdienstleistende haben die Prüfung für den Feuerwehrführerschein bestanden. Dabei galt große Anerkennung Josef Hecht, der als Fahrlehrer die Maßnahme unterstützte. Vier Münchenreuther Feuerwehrler haben sich den Angaben zufolge an einem Maschinistenkurs in Waldsassen beteiligt.

Gerätehaus-Renovierung

Beim Wissenstest der Jugend in Waldsassen im Oktober waren die Münchenreuther Feuerwehrleute mit 3 Anwärtern dabei. "Die von uns beantragten und angeforderten Gerätschaften sind eingetroffen und werden Zug um Zug im TSF verlastet bzw. in die Ausstattung mit aufgenommen", heißt es weiter im Bericht von Kommandant Grötsch. Er verwies dem Protokoll zufolge auch auf die im Moment laufende Renovierung des Feuerwehrgerätehauses in Pechtnersreuth. Ein Dank galt der Stadt Waldsassen – der Verwaltung wie den Mitarbeitern im Bauhof – für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Außerdem würdigte der Kommandant die gute Kooperation mit den Ortswehren.

Als neue Feuerwehranwärter in den Reihen der Aktiven begrüßt wurden Elias Ernstberger, Tobias Forster und Christoph Schuller. Zum Feuerwehrmann ernannt wurde Lukas Schreyer.

Vereinsfahne: Keine neuen Erkenntnisse

Keine weiteren Erkenntnisse gibt es, wie es heißt, auch zum Stand der Suche der Vereinsfahne. Sie war nach dem Zweiten Weltkrieg von einem amerikanischen Soldaten mit in die USA genommen worden und ist dort in Privatbesitz. Anfragen aus Münchenreuth seien unbeantwortet geblieben. Als großer Erfolg verbucht wurde das Bobbycar-Rennen im August mit 31 Starten – so viele wie nie zuvor. Ein weiterer Wettbewerb soll 2021 folgen.

Vorsitzender Berthold Ernstberger berichtete über das gesellschaftliche Geschehen in der Feuerwehr. Den Mitgliederstand bezifferte Ernstberger auf 140 Personen. Die Grüße der Stadt Waldsassen überbrachten Zweiter Bürgermeister Karlheinz Hoyer und Bürgermeister Bernd Sommer, der wegen anderer Termine etwas später zur Versammlung kam. Beide Sprecher würdigten die Arbeit der Feuerwehr Münchenreuth.

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Künftig auch Frauen in der Feuerwehr Münchenreuth

Kommandant Klaus Grötsch informierte in der Jahreshauptversammlung, dass die Feuerwehr Münchenreuth seit diesem Jahr auch Frauen aufnehmen wird – sowohl als fördernde Mitglieder als auch in die aktive Truppe. Unter den 101 Feuerwehren im Landkreis seien es nicht mehr viele, die keine Frauen aufnehmen. Dieser Entwicklung wollen sich auch die Münchenreuther nicht verschließen und versuchen, ab 2020 Frauen in die Gemeinschaft zu integrieren.

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Feuerwehr feiert 120-jähriges Bestehen

Besonders hingewiesen wurde auf die Feier des 120-jährigen Bestehens. Bei einem Festkommers im Mai werden treue Mitglieder ausgezeichnet; vor diesem Hintergrund war nun zur Jahreshauptversammlung auf weitere Ehrungen verzichtet worden. Das Jubiläum selbst wird am 20. und 21. Juni gefeiert. Auftakt ist am Samstag mit der Band „Gipfel Gaudi“, am Sonntag folgen Kirchenzug, Festgottesdienst und Frühschoppen mit musikalischer Untermalung durch die Münchenreuther Bauernkapelle. Am Nachmittag Gartenfestbetrieb mit den Stoaberch-Gaunern. Anmeldung zum Kirchenzug per Mail beim Kommandanten (km.groetsch[at]t-online[dot]de).

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