10.10.2019 - 17:09 Uhr
MünchenOberpfalz

Mutmaßliche "Blood & Honour"-Mitglieder von Ermittlungen unbeeindruckt

Immer wieder taucht der Name der verbotenen rechtsextremistischen Gruppe "Blood& Honour" auf. Deren mutmaßliche Mitglieder trotzen den Sicherheitsbehörden.

Sichergestellte Waffen und ein Schild der kriminellen Neonazi-Gruppe "Combat 18". Die Gruppe gilt als bewaffneter Arm der verbotenen rechtsextremistischen "Blood & Honour".
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Selbst von polizeilichen Ermittlungen und drohenden Anklagen lassen sich etliche Rechtsextremisten nicht mehr abschrecken. Obwohl gegen sie seit Dezember wegen des Verdachts der Wiederbelebung der seit dem Jahr 2000 verbotene rechtsextremistischen Vereinigung "Blood & Honour" ermittelt wird, stehen sieben Beschuldigte nun unter Verdacht, islamfeindlichen Drohschreiben verschickt zu haben. Dies bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft in München auf Anfrage.

Die 23 Droh-E-Mails waren im Juli bundesweit verschickt wurden. Sie gingen unter anderem an Ankerzentren in Bayern, islamische Zentren, Moscheen, Parteizentralen sowie Presse- und Medienagenturen. Darin wurde laut bayerischem Innenministerium unter anderem mit Sprengstoffanschlägen gedroht. Unterzeichnet waren diese Drohschreiben mit "Volksfront", "Combat 18" oder "Blood and Honour (trotz Verbot sind wir nicht tot)".

Die Durchsuchungen fanden in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern satt, unter anderem im Landkreis Straubing-Bogen. Dort war in Geiselhöring am 12. Dezember ein Beschuldigter verhaften worden. Er kam aber im Februar frei. Laut Landgericht München bestand damals keine Fluchtgefahr mehr.

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