04.05.2020 - 16:12 Uhr
NabburgOberpfalz

Als Bürgermeister in ganz neuem Lebensabschnitt

Tag Eins im neuen Berufsleben: Frank Zeitler (51) und Peter Neumeier (37) haben ihren langjährigen Arbeitskollegen Adieu gesagt. Nun sind sie selbst Chefs - in Rathäusern. Die Arbeit beginnt entspannt.

Frank Zeitler hat am Montag erstmals am Schreibtisch des Nabburger Bürgermeisters Platz genommen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Nicht jeder neugewählte Bürgermeister im Landkreis Schwandorf übt seine Aufgabe hauptberuflich aus. Bei Frank Zeitler, der seit Anfang Mai auf dem Chefsessel im Nabburger Rathaus sitzt, ist dies aber der Fall; das gleiche gilt für den neuen Bürgermeister von Schwarzenfeld, Peter Neumeier. Dass sie es nicht des Geldes wegen machen, darf man den beiden Kommunalpolitikern durchaus abnehmen; jeder von ihnen wechselt von einem gut bezahlten Job in der Wirtschaft in die Kommunalverwaltung. Zeitler war die letzten zwölf Jahre von seiner Heimatstadt Nabburg aus Vertriebsleiter von Veolia, einem börsennotierten Unternehmen mit den Schwerpunkten Wasser/Abwasser, Abfallentsorgung und Energieversorgung. Neumeier wiederum wechselte vom Posten eines Lead Ingenieurs von Siemens in Nürnberg nach Schwarzenfeld. Gerade für ihn hat sich der Weg in die Arbeit drastisch reduziert, denn der ÜPW-Mann wohnt fast in Sichtweite zum Rathaus. Bei Zeitler, CSU, ist das in Nabburg nicht anders.

Mit 61 und 75 Prozent

Peter Neumeier vor der Ahnengalerie seiner Bürgermeister-Vorgänger im Sitzungssaal des Schwarzenfelder Rathauses.

"Der Zug der Veränderung fährt nicht oft vorbei", sinniert der 51-Jährige über seine erfolgreiche Bewerbung bei der Kommunalwahl am 15. März dieses Jahres, "und als er bei mir angehalten hat, bin ich eingestiegen". Mit 61 Prozent Zustimmung der Nabburger löste der Christsoziale seinen erneut kandidierenden Widerpart von der SPD recht deutlich ab; eine faustdicke Überraschung für viele.

Anders war es bei Neumeier. Dort war der CSU-Vorgänger aus Altersgründen nicht mehr angetreten und der Schwarzenfelder Wählerwille spülte den beliebten Kommunalpolitiker trotz Gegenkandidaten mit 75 Prozent der Stimmen ungefährdet ins Rathaus. Doch anders als Zeitler besitzt Neumeier als langjähriger Zweiter Bürgermeister des Marktes bereits praktische Erfahrung mit der Arbeit vom Bürgermeistersessel aus. "Zusammengezählt war ich schon ein halbes Jahr in diesem Büro als Stellvertreter tätig," erzählt er. Daher war ihm auch "nicht bange", als er am Montag seinen ersten offiziellen Arbeitstag als Erster Bürgermeister zu absolvieren hatte.

"Gewisse Vorfreude"

Zeitler wiederum versichert, mit einer "gewissen Vorfreude" den Gang in die neue Wirkungsstätte angetreten zu haben. Mitgenommen in sein neues Büro hat er ein Foto von einem erfolgreichen Bauvorhaben bei seinem alten Arbeitgeber.

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