14.12.2018 - 11:09 Uhr
NabburgOberpfalz

Damit Senioren nicht vereinsamen

Nicht alle Senioren sind in Altenclubs oder Gymnastikgruppen organisiert. „Vor allem sozial benachteiligten Menschen droht im Alter die Vereinsamung“, weiß Marlene Groitl.

Johanna Baumann, Kathrin Steinbeißer, Marianne Spahn und Marlene Groitl (von links) leiten die Aktionsgruppe „Gesundes Altern auf dem Land“.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die Fachwirtin für Gesundheits- und Präventionssport sammelte beim Treffen der Aktionsgruppe „Gesundes Altern auf dem Land“ Vorschläge zur Teilhabe sozial schwacher Senioren am öffentlichen Leben. Bei der Tagung im Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten bildeten die Teilnehmer aus dem Bereich der Seniorenbetreuung vier Workshops und erarbeiteten Vorschläge zu den Themen „Ernährung, Bewegung, soziale Teilhabe und Fördermöglichkeiten“.

Kathrin Steinbeißer von der Koordinierungsstelle „Gesundheitliche Chancengleichheit“ an der "Landeszentrale für Gesundheit in Bayern“ nimmt auch die Kommunen in die Pflicht und macht deutlich: „Gemeinden, Wohlfahrtsverbände, Nachbarschaftshilfen und Ärzte müssen zusammen helfen, um sozial benachteiligte Senioren vor der Vereinsamung zu bewahren“. Sie möchte das Netzwerk sogar ausdehnen auf Postboten und Friseure, die den Menschen Tipps zur Teilhabe geben könnten.

Die Aktionsgruppe legt den Schwerpunkt auf die Gesundheitsförderung derjenigen Menschen, „die bislang noch nicht oder nur ungenügend erreicht wurden“. Das Thema „gesundheitliche Chancengleichheit im Alter“ sei ein großes Anliegen, versichert Johanna Baumann, Ansprechpartnerin für „Generation 55 plus“ am Landwirtschaftsamt. Dem ersten Treffen der Aktionsgruppe, bestehend aus Seniorenbeiräten sowie Vertretern des Gesundheitsamtes, der Sozialdienste und der Pflegedienste, sollen weitere folgen.

Die Leiterin der Aktionsgruppe, Marlene Groitl, ist Landesfachwirtin für Gesundheits- und Präventionssport des Bayerischen Turnbundes und bietet Programme zur Bewegung für Senioren an. Das Amt für Landwirtschaft unterstützt ihre Initiative und ergänzt sie mit Veranstaltungen im Bereich Ernährung und Bewegung. Johanna Baumann bot dazu in diesem Jahr sieben Fortbildungsveranstaltungen an und macht deutlich: „Ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind zwei wesentliche Voraussetzung für die Gesundheit und die Lebensqualität im Alter“. In den Veranstaltungen des „Netzwerks Generation 55plus“ gehe es um die praktische Umsetzung im Alter. Johanna Baumann ist unter der Nummer 09433/896343 zu erreichen und gibt nähere Auskünfte.

In der Aktionsgruppe aktiv ist auch Marianne Spahn, Präventionsmanagerin an der Regierung der Oberpfalz. Sie wünscht sich ein breites Netzwerk an Anlaufstellen für Senioren in schwierigen Lebenslagen. Sie unterstützt und begleitet Arbeitsgemeinschaften bei der praktischen Anwendung vor Ort.

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