23.02.2021 - 15:36 Uhr
NabburgOberpfalz

Nicht dicht: Nabburger Gymnasium braucht neues Dach

Der Landkreis-Ausschuss für Schulen, Planung und Bau beschließt, auf den Etat 2021 vorzugreifen, damit das Nabburger Gymnasium wieder in Schuss kommt. Eine Sanierung des Dachs wird mit der Installation einer Photovoltaik-Anlage einhergehen.

Dieser Teil des Schulhauses des Nabburger Gymnasiums macht dem Bauausschuss des Landkreises sorgen. Das Dach hat seine besten Jahre hinter sich.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Das Gymnasium in Nabburg ist in die Jahre gekommen. Was dringend geschehen muss, erfuhr der Bauausschuss in seiner Sitzung am Montag: Die Flachdachbereiche am Mittelbau des Schulgebäudes muss dringend saniert werden, die Doppelturnhalle daneben ebenso. Während der Teil des Gebäudes neben dem Mittelbau bereits wieder hergerichtet wurde, also Dach, Fassade und Fenster erneuert wurden, hat sich am Mittelbau und der Turnhalle seit Ende der 80er-Jahre nichts mehr getan.

Das Problem am Mittelbau laut der zuständigen Sachbearbeiterin Michaela Gottmeier: "Diese Flachdachbereiche weisen jedoch immer mehr Undichtigkeiten auf und mussten bereits mehrfach abgedichtet werden. Nicht nur aus baulicher, sondern auch aus energetischer Sicht besteht hier Handlungsbedarf."

Aus diesem Grund hat der Ausschuss für Schulen, Planung und Bau beschlossen, dass es einen Vorgriff auf den Haushalt 2021 gibt, damit mit den Arbeiten so schnell wie möglich begonnen werden kann. Gottmeier zufolge liegen die Kosten für die Sanierung des Mittelbaus und der Turnhalle bei rund 3,8 Millionen Euro.

Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs sollte Gottmeier zufolge heuer noch mit der Flachdachsanierung "sobald als möglich" begonnen werden. Gottmeier: "Im Entwurf zum Haushaltsplan für 2021 wurden daher 600 000 Euro vorgesehen, um mit der Maßnahme beginnen zu können."

Photovoltaik-Anlage soll kommen

Die Mitglieder haben die Beschlussvorlage um einen entscheidenden Punkt erweitert. Wie der Pressesprecher des Landratsamts, Hans Prechtl auf Anfrage mitteilte, wurde der Beschlussvorschlag ergänzt, so dass die ausgeschriebene Flachdachsanierung nun mit einer Unterkonstruktion für eine Photovoltaik-Anlage daherkommt. Prechtl: "Damit ist ein klares Signal gegeben, dass auf das Flachdach am Gymnasium Nabburg eine Photovoltaikanlage montiert werden wird."

Offen ist bislang noch die Frage, welche Firmen die Module liefern und später aufbauen sollen. Hinzukommt, dass noch geklärt werden muss, wer die Anlage einmal betreiben wird. Prechtl kann sich vorstellen, dass das entweder der Landkreis mit Eigenstrom-Nutzung oder eine Bürgerenergiegenossenschaft übernimmt.

Warum sind die Aufträge für die Unterkonstruktion mit der Vergabe für den Auftrag für das Dach verknüpft und werden nicht einzeln an verschiedene Firmen verteilt? Prechtl zufolge hat das in erster Linie praktische Gründe, und man kann im Ernstfall auf Nummer Sicher gehen: "Mit der Vergabe der Unterkonstruktion bereits gemeinsam mit dem Dach selbst soll vermieden werden, dass es später zu Gewährleistungsproblemen kommen könnte, wenn irgendetwas nicht passen sollte. Nicht dass es dann die eine Firma auf die andere schieben könnte."

Die Sanierung der Mittelschule in Nabburg geht dem Ende entgegen

Nabburg

Viel zu tun bis zum Winter

Der Flachdachbereich des Mittelbaus ist rund 1600 Quadratmeter groß. Laut Gottmeier sollen die Arbeiten vor einem Wintereinbruch mindestens so weit fortgeschritten sein, dass die Wärmedämmung und die zweite Abdichtungslage aufgebracht sind, um Folgeschäden für das Gebäude zu vermeiden.

Nach dem Dachbereich des Schulgebäudes kommt das Dach der Doppelturnhalle samt der zugehörigen Nebenräumen mit rund 1450 Quadratmeter dran. Gottmeier zufolge befinden sich die Dachflächen "ebenfalls in einem dringend sanierungsbedürftigen Zustand". In der nächsten Sitzung am 12. April sollen die Arbeiten vergeben werden. Ein späterer Zeitpunkt könnte demnach zu Problemen führen, denn dann ist nicht sicher, ob die Arbeiten vor Wintereinbruch rechtzeitig fertig werden.

„Nicht, dass es dann die eine Firma auf die andere schieben könnte.“

Hans Prechtl, Sprecher des Landrats

Hans Prechtl, Sprecher des Landrats

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