14.05.2019 - 17:24 Uhr
NabburgOberpfalz

Von EU profitieren: Partnerschaften zahlen sich aus

Für Städte und Gemeinden stehen zahlreiche Fördertöpfe zur Verfügung - Vom Veranstaltungszentrum bis zum Feuerwehrfahrzeug

Vom EU-Projekt "HLF für grenzüberschreitende Zusammenarbeit" profitierten die Wehren des Schönserer Landes finanziell bei der Fahrzeuganschaffung. Die Partnerschaft wird auch gelebt. Das Bild entstand bei einer gemeinsamen Übung der Feuerwehren Schönsee, Weiding, Tiefenbach und Poběžovice (Ronsperg).
von Georg Köppl Kontakt Profil

Europa ist nicht nur Brüssel - Europa ist auch der Landkreis Schwandorf mit seinen Kommunen, Städten und Regionen. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, stößt immer häufiger auf den Kreis von zwölf goldenen Sternen auf blauem Grund mit dem Hinweis "Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union". Kommunen von Partnerstädten in der EU können besonders profitieren.

Zahlreiche Städte und Gemeinden im Landkreis unterhalten zum Teil seit mehreren Jahrzehnten Städtepartnerschaften. Waren früher mehr die französischen Beziehungen im Visier (beispielsweise Schwandorf- Libourne oder Nabburg-Castillon-La Bataille), sind seit der Wende verstärkt Partnerschaften nach Tschechien entstanden. Beispielsweise zwischen Nabburg und Horsovský Týn, zwischen Schwandorf und Sokolov oder Schönsee-Pobežovice, Schwarzach-Pocinovice oder Guteneck- Halže. Dazu gibt es auch Verknüpfungen zwischen Regionen.

Ein Beispiel für eine interkommunale Gemeindepartnerschaft sind die zwölf Kommunen der früheren LAG und jetzigen ILE "Brückenland Bayern-Böhmen" mit sechs Gemeinden in der Mikroregion Dobrohost im Landkreis Domažlice. Das zahlt sich wie auch bei Städte- und Gemeindepartnerschaften im wahrsten Sinne des Wortes besonders aus. Der frühere LAG-Manager Manuel Lischka erinnert sich an die Entwicklung des Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg, den es ohne EU-Förderung wohl nicht gäbe. Für das Konzept eines Landschaftsparkes Bayern-Böhmen flossen beispielsweise 40 000 Euro aus dem EU-Fördertopf Interreg/Ziel 3 und für das grenzüberschreitende Zeitzeugen-Projekt "Die erinnerte Grenze" gab es 25 000 Euro Förderung aus dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

Ohne EU-Mittel gäbe es auch keinen Pan-Europa-Halbmarathon Stadlern-Pobežovice. Viel hat die EU für das CeBB in Schönsee getan. Neben der Förderung der Projektabwicklung mit einem höheren sechsstelligen Betrag seit dem Jahre 2006 erhielt die Stadt Schönsee für den Umbau des Kommunbräuhauses zu den 60 Prozent Städtebauförderung weitere 20 Prozent Zuschuss von der Europäischen Union. Gerne hat auch die Stadt Nabburg, die seit dem Jahre 2014 eine Städtepartnerschaft mit dem tschechischen Horsovský Týn unterhält, EU-Gelder in Anspruch genommen. Bei der Generalsanierung der Nordgauhalle und dem Umbau zu einem modernen Veranstaltungs- und grenzüberschreitenden Kulturzentrum entlasteten nach Aussage von Bürgermeister Armin Schärtl Fördermittel in der Größenordnung von rund 1,8 Millionen Euro (bei Gesamtkosten von 3,6 Millionen Euro) den städtischen Haushalt.

Auf eine Besonderheit können die Kommunen des Schönseer Landesverweisen. Die Stadt Schönsee konnte das Projekt "HLF für grenzüberschreitende Zusammenarbeit" im Feuerwehrwesen für eine zusätzliche Finanzspritze der EU für ein Feuerwehrfahrzeug HLF 20/16 in Höhe von 51 200 Euro nutzen.

Bei der Sanierung der Nordgauhalle mit der Konzeption als grenzüberschreitendes Kulturzentrum flossen ebenfalls EU-Fördermittel. Die Stadt Nabburg unterhält eine Partnerschaft mit Horšovský Týn (Bischofteinitz).
Überall, wo dieses Schild angebracht ist, sind Fördergelder der EU geflossen.
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