02.11.2021 - 15:17 Uhr
NabburgOberpfalz

Gleis-Arbeiten in Nabburg legen Stadtverkehr lahm

Es wären ein paar kleine Schritte für einen Menschen, ist aber ein riesiger Sprung für die ganze Stadt: Um den zehn Meter breiten Bahnübergang zu queren, mussten die Nabburger am Dienstag lange Umleitungen auf sich nehmen.

In Nabburg musste am Allerseelentag der Bahnübergang gesperrt werden.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Wenn sich in Nabburg die Schranken des Bahnübergangs senken, kommt der Verkehr auf der wichtigsten Straße der Stadt zum Erliegen. Am Dienstag ersetzen Warnbaken die Schranken, sie blieben den ganzen Tag lang stehen. Aus dem von der Bahn versprochenen Abschluss der Arbeiten zum Feierabend ist nichts geworden. "Aufgesperrt wird erst am Mittwoch", sagte der Baustellen-Leiter vor Ort. Über Nacht müsse der Asphalt noch aushärten.

Vor einer Woche hatte die Bahn auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Arbeiten am Gleisbett noch am selben Tag über die Bühne gebracht werden können. Das stimmt insofern, als am Dienstag alle wichtigen Komponenten in den Übergang eingebaut wurden. Nicht berücksichtigt wurde die Ruhezeit, die die neue Fahrbahndecke noch braucht, damit sie voll beansprucht werden kann. "Am Mittwochmorgen kommt um 7 Uhr eine Firma, die die letzten Hinterlassenschaften beseitigt und die Absperrungen abbaut", lautete die Auskunft auf der Baustelle. Spätestens um 9 Uhr soll der Verkehr dann wieder fließen.

Vielleicht holpert es dann ein bisschen weniger beim Überfahren der beiden Gleise. Denn zwischen den Schienen haben die Arbeiter den Asphalt erneuert. Die alte, brüchige Deckschicht wurde ausgebaggert und entsorgt, der neue, feine Asphalt fügt sich wieder dicht an die Schienenstränge an. "Die Leute haben im Großen und Ganzen Verständnis gezeigt", berichtete der Baustellen-Leiter. Nur vereinzelt musste er den Kopf schütteln, als Fußgänger etwas abseits die Zäune überstiegen und über die Gleise gingen. Eine gefährliche Aktion, denn der Zugverkehr war kaum beeinträchtigt. Alle paar Minuten mussten die Bauarbeiter pausieren und zur Seite treten, um Loks und Waggons passieren zu lassen.

Die Umleitung war nicht ohne. Fußgängern und Fahrradfahrern war die Alternative flussaufwärts über den Naabsteg zwischen Perschener Straße und Mühlweg ans Herz gelegt worden. Zeitfaktor für die Überquerung zweier Gleise: 15 Minuten. Autofahrer waren noch länger unterwegs. Um von der Nordgauhalle zur wenige Meter entfernt liegenden VR-Bank zu gelangen, war eine Umleitung über Schwarzenfeld und Stulln mit einer Fahrzeit von etwa 40 Minuten angesagt.

Sperrung für einen Tag angekündigt

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