26.12.2018 - 14:45 Uhr
NabburgOberpfalz

Gott ist Kind geworden

„Uns alle zieht die Botschaft dieses Festes hierher.“ Was wir miteinander feiern, berührt uns zutiefst: Die Nähe Gottes in Jesus, seine bedingungslose Zuneigung und Zuwendung zu jedem Menschen.

Nach dem „Einläuten“ der besonderen Nacht begann in der Pfarrei Sankt Johannes Nabburg der Heilige Abend das Krippenspiel der Kinder. DAbei wird klar: Gott ist als Kind auf die Welt gekommen.
von Sepp FerstlProfil

Kein Fest im Jahreslauf, kein anders Fest unserer Zeit, bewegt die Menschen tiefer als Weihnachten. Keines hat mehr Bedeutung für die Beziehungen in Familien und Freundeskreisen. Kein Fest bewegt mehr Menschen und das im wörtlichen Sinn. "Gott wird Mensch, er wird einer von uns, er sagt ja zu uns“, so Stadtpfarrer Hannes Lorenz in der Christmette.

Das kirchliche Hochfest begann in der Pfarrei Sankt Johannes schon am Nachmittag des Heiligen Abend mit dem „Einläuten“ der besonderen Nacht vor dem Krippenspiel der Kinder. Hierbei erscheint dem Hirtenjungen Benjamin in einem Traum ein Engel, der ihn bei der Hand nimmt und ihn nach Nazareth und Bethlehem führt. Dabei wird ihm klar, dass er die Wirklichkeit erlebt. Gott ist als Kind auf die Welt gekommen.

Die Einstimmung auf die Christmette erfolgte mit stimmungsvoller Musik und besinnlichen Texten. Dazu erstrahlte das Kirchenschiff im Kerzenschein. Für eine besonders feierliche Note an Heiligabend sorgte der Kirchenchor mit weihnachtlichen Gesängen, begleitet von Chorregent Jonathan Brell der Orgel.

„Wenn wir in dieser Nacht an die Krippe unseres Herrn kommen, dann darf jeder von uns hären: Du bist mir wichtig und wertvoll! Für Jesus sind wir nicht namenlos, für ihn hat jeder von uns ein Gesicht, unverwechselbar und einmalig.“ Und darum brauche niemand vor der Begegnung mit dem Gottessohn an der Krippe eine Scheu haben. Keiner brauche sich schämen für das, was im, Leben misslungen sei. „Wir dürfen zu ihm kommen, auch mit unseren Tränen in den Augen“, verdeutlichte Pfarrer Hannes Lorenz.

Die bedingungslose Liebe, die Jedermann an der Krippe spüren dürfe, sei es, „die tief in uns drinnen, wirklich etwas in Bewegung bringt: sie wärmt, wo Kälte unser Herz regiert, sie öffnet Türen, wo der Weg versperrt war.“ Sie bringe Licht wo Dunkelheit herrsche. „Diese bedingungslose Liebe will uns für sich gewinnen - in dieser Nacht und an allen Tagen.“ Letztlich der Appell des Priesters: „Lassen wir uns bewegen, zutiefst im Herzen, vom Mensch gewordenen Gottessohn. Lassen wir uns von ihm führen, auch auf neue Wege.“

Eine Vielzahl der Mettenbesucher versammelte sich nach dem feierlichen Gottesdienst auf dem Obern Markt vor dem Rathaus. Sie tauschten Weihnachtswünsche aus, genossen den heißen Glühwein der Ministranten und lauschten dabei den besinnlichen Klängen der Jugendblaskapelle. Diese hatte sich unter der Leitung von Dirigent Markus Ferstl am Castillon-Brunnen zum traditionellen „Christkindl anblasen“ eingefunden.

Bildergalerie Weihnachten in Nabburg 2018

Nabburg
Beim Krippenspiel der Kinder erscheint dem Hirtenjungen Benjamin in einem Traum ein Engel, der ihn bei der Hand nimmt und ihn nach Nazareth und Bethlehem führt.
Gott wird Mensch, er wird einer von uns, er sagt ja zu uns“, so Stadtpfarrer Hannes Lorenz in der Christmette.
Beim Festgottesdienst erstrahlte das Kirchenschiff zunächst im Kerzenschein.
Beim Gloria erstrahlen die Scheinwerfer und gleisendes LIcht zeigt die ganze Pracht des weihnachtlich geschmückten Altarraumes im Johannisdom
Eine Vielzahl der Mettenbesucher versammelte sich nach dem feierlichen Gottesdienst auf dem Obern Markt vor dem Rathaus zum "Christkindl anblasen" der Jugendblaskapelle.
Zahlreiche Zuhörer tauschten Weihnachtswünsche aus, genossen den heißen Glühwein der Ministranten und lauschten dabei den besinnlichen Klängen der Bläser.

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