03.02.2019 - 13:04 Uhr
NabburgOberpfalz

Identitätsstiftende Prospekte

Die Prospektpalette zu Führungen, Museen und anderen Angeboten erhält einen Wiedererkennungseffekt. Der Kulturausschuss entscheidet sich für die Umsetzung eines Vorschlags von Raphael Haubelt. Das ist aber nicht das einzige.

Die städtischen Prospekte erhalten ein Logo (wie auf dem Entwurf ganz links), das sie sofort mit Nabburg in Verbindung bringt. Die Umstellung erfolgt sukzessive.
von Irma Held Kontakt Profil

Nach den Worten von Bürgermeister Armin Schärtl geht die Idee auf Heimatpfleger Raphael Haubelt zurück. In seiner Eigenschaft als Grafiker fertigte er auch den passenden Entwurf, um für ein einheitliches Erscheinungsbild zu sorgen. Martina Klose, die in der Gästeinformation ständig die Prospekte vor Augen hat ergänzt: "Jeder Prospekt schaut anders aus. Es ist nicht erkennbar, dass es sich um ein Angebote der Stadt Nabburg handelt." Das wird sich ändern. Der Ausschuss setzt auf ein einheitliches Logo oben links zur Steigerung des Wiedererkennungswertes. "Mir gefällt es gut", sagte dazu Irene Ehemann (ABU). Die Aufmachung ist nach den Worten von Peter Haas (SPD) sehr gelungen. Auch Michael Giesl (CSU) findet das einheitliche Label gut.

Weitere Informationen zu den Zillenfahrten

Nabburg

Es folgt jedoch kein harter Schnitt, sondern eine Umstellung peu à peu. Das heißt, beim Nachdruck gibt es das neue Outfit. Der Erste wird Klose zufolge noch im Februar der Führungen-Flyer sein. "Auch Nabburg rauf & runter geht bald zu Ende". Der jeweilige Inhalt bleibt unverändert. Die "Nabburger Geschichte(n)" von Ernst Dausch soll ebenfalls wieder aufgelegt werden. Eine Zug-um-Zug-Umstellung ist im Sinne Giesls. 1011 Euro kostet diese Neuerung und ist beschlossene Sache, obwohl der Ausschuss eigentlich ein beratender ist. Aber bei Ausgaben unter 2000 Euro braucht's keinen Stadtratsbeschluss.

Das ist bei den fünf Hütten für den Nikolausmarkt anders. Hier sollen auf Rat des Kulturausschusses 7500 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Die unkompliziert auf- und abbaubaren Buden in Holzpaletten-Bauweise fertigt der Bauhof. Bisher wurden Häusl aus Altendorf und Wernberg-Köblitz angemietet. Auch aus der Bevölkerung heraus sei die Anregung gekommen, sich eigene anzuschaffen, ließ Schärtl die Ausschussmitglieder wissen. Mit fünf Hütten sei ein Anfang gemacht, dennoch müssten für den nächsten Markt welche ausgeliehen werden. Besitze die Stadt eigene, könne sie auch als Verleiher auftreten. Mit der Etablierung am Naabufer sei der Nikolausmarkt vor dem Ableben gerettet worden, der Krammarkt sterbe allerdings langsam aus.

Kostenlos ins Museum

Mit einer Museumskarte macht die Stadt Urlaubern Avancen, SchmidtHaus und Zehentstadel zu besuchen. Die von Martina Klose und Museumsleiterin Christa Schlosser-Haubelt entworfene Karte in Händen erhalten Übernachtungsgäste kostenlose Eintritte in die beiden Museen. Das sei voriges Jahr beschlossen worden, erinnert der Bürgermeister. Die Museumskarte wird noch um die Öffnungszeiten und den Übernachtungszeitraum ergänzt, dann soll sie an alle Beherbungsbetriebe verteilt werden. Diese müssen mit Stempel und Unterschrift bestätigen, dass der Karteninhaber hier übernachtet hat. Nach etwa einem Jahr soll Bilanz gezogen werden. Mit den Zillenfahrten (wir berichteten) geht der Förderverein des Bauernmuseums neue touristische Wege. Sie beginnen bzw. enden entweder beim Paddelclub oder am Bauernmuseum in Perschen. Bürgermeister Armin Schärtl und Irene Ehemann, auch als Vertreter des Vereins, ist es wichtig klar zu stellen, dass es nur diese Anlegestellen geben wird. Es würden an der Naab keine weiteren Ein- und Ausstiege gebaut. Josef Pürner (CSU) verweist auf Kirche und Karner in Perschen. "Das sind Juwelen, die bisher zu kurz gekommen sind". Den Kulturausschuss beschäftigt diese Offerte nur deshalb, weil es in das Führungsprogramm der Stadt aufgenommen und mitbeworben werden soll. Dagegen hat der Ausschuss nichts einzuwenden.

Vier neue Bürgermeister:

Galerie wird größer

Erweitert wird die Reihe der Nabburger Bürgermeister. Dies geht auf eine Anregung von Lokalgeschichtsforscher Josef Eimer zurück, so Bürgermeister Armin Schärtl. Vier Stadtoberhäupter sollten neu in die Ahnengalerie einziehen. Josef Eimer begründet dies damit, dass am 17. Mai 1818 unter Ludwig I. und seinem Minister Maximilian Graf von Montgelas das Gemeindeedikt in Kraft getreten sei, das die Selbstverwaltung restituierte.

Diese ersten vier Bürgermeister ab 1818 fehlen bisher. Es handelt sich um Johann Baptist Leonhard, Xaver Hermann, Anton Wifling und Josef Sturm. Da es von diesen Rathauschefs keine fotografischen Aufnahmen gibt, passen sie in einen Rahmen. Michael Giesl (CSU) rät, auch auf das Gemeindeedikt Bezug zu nehmen. In einem Rahmen wie die anderen Bürgermeister werden die vier mit Amtszeiten und weiteren Erläuterungen den Reigen der Bürgeremeister eröffnen. (ihl)

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