18.03.2020 - 16:56 Uhr
NabburgOberpfalz

Imker bieten ihre Patenschaft an

Imkern ist in, die Vereine verzeichnen Zuwächse. Dabei werden die "Neuen" nicht alleine gelassen. Die erfahrenen Mitglieder stehen als "Pate" zur Seite.

Die Imkerei ist ein beliebtes Hobby geworden. Gerne stehen erfahrene Mitglieder mit Rat und Tat zur Seite.
von Externer BeitragProfil

Der Vorsitzende des Imkerkreisverbandes Nabburg-Neunburg vorm Wald, Alois Bauer, konnte eine stattliche Anzahl von Mitgliedern aus den sechs angeschlossenen Ortsvereinen zur Jahreshauptversammlung im Gasthof Kräuterbeck in Nabburg begrüßen. Man war gespannt auf die Ausführungen von Dr. Andreas Schierling vom Tiergesundheitsdienst in Poing und Dr. Josef König vom Veterinäramt Schwandorf.

Den Kreisverband, der eine Untergliederung des Landesverbandes Bayerischer Imker ist, bilden die Imkervereine Fuhrn-Taxöldern, Nabburg, Neunburg vorm Wald, Oberviechtach, Schönsee und Wernberg-Köblitz. Seine 286 Mitglieder betreuen 1593 Bienenvölker und stellen dadurch die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen im Kreisgebiet sicher.

Den Imkern wurden im vergangenen Jahr vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, so fand am Bienenhof in Aschach und an der Landesanstalt für Bienenzucht in Veitshöchheim eine ganze Reihe von Fachvorträgen statt.Sehr großen Wert wird auf die Ausbildung von Jungimkern in den angeschlossenen Ortsvereinen gelegt. So wird den Imkeranfängern in mehreren Unterrichtseinheiten das theoretische Wissen, das zur Haltung von Bienen erforderlich ist vermittelt. Die praktischen Tätigkeiten an den Völkern die im Laufe eines Bienenjahres zu verrichten sind, können sich die Jungimker unter Anleitung von erfahrenen Imkern aus den Vereinen aneignen. Diese Imkerpaten sind zugleich Ansprechpartner für die Neuimker und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Gerade solche Maßnahmen und ein gesteigertes Umweltbewusstsein führen dazu, dass sowohl die Mitgliederzahl als auch die Anzahl der Bienenvölker auf Landesebene spürbar erhöht wurde.

Leider sind diese nützlichen Insekten durch eine Reihe von Krankheiten bedroht.  Andreas Schierling stellte in seinem Vortrag das Leistungsspektrum des Tiergesundheitsdienstes vor. Neben der Diagnose von Bienenkrankheiten nimmt die Untersuchung von Honig und Wachs auf Rückstände breiten Raum ein. Sehr ausführlich sprach der Redner über die amerikanische Faulbrut, eine Krankheit welche die Bienenbrut befällt und durch Sporen übertragen wird.

Amtstierarzt Josef König erläuterte dann, was der Imker beim Ausbruch dieser meldepflichtigen Krankheit beachten muss. So wird von Amtswegen ein Sperrbezirk mit einem Radius von eins bis zwei Kilometer um den befallenen Bienenstand eingerichtet. Aus diesem dürfen Bienen und Gerätschaften weder entfernt noch dorthin verbracht werden. Nach zweimaliger negativer Untersuchung wird der Sperrbezirk wieder aufgehoben. Und wichtig für Imkeranfänger: Der Beginn einer Bienenhaltung muss dem Veterinäramt angezeigt werden.

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