24.04.2019 - 15:50 Uhr
NabburgOberpfalz

Kein Gleichklang in der Förderung

Über die Höhe eines alljährlichen Zuschusses an die Jugendblaskapelle entwickelt sich in der Stadtratssitzung eine kurze Diskussion. Den Anlass dazu bietet eine gewährte Förderung an die städtische Musikschule in Pfreimd.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

In einer früheren Sitzung beschloss der Stadtrat, die Musikschule in Pfreimd, die auch von Kindern und Jugendlichen aus Nabburg besucht wird, zu unterstützen. Sie bekommt einmalig 50 Euro pro Schüler aus dem Bereich der Stadt Nabburg. Dadurch entstehe eine Ungleichbehandlung gegenüber der Nabburger Jugendblaskapelle, wie deren Vorsitzender der Stadt schrieb. Für die musikalische Jugendausbildung erhält die Kapelle maximal 2045 Euro pro Jahr, wobei sich der exakte Förderbetrag aus verbindlichen Richtlinien errechnet. Demzufolge dürfte die Jugendblaskapelle für das Jahr 2018 mit 1476 Euro rechnen, was umgerechnet nur 33 Euro je Jungmusiker seien.

Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) verdeutlichte, dass die JBKN jedes Jahr bezuschusst wird, die städtische Musikschule in Pfreimd aber nur einmalig. Dazu meinte CSU-Sprecher Hans-Georg Dobler, die Stadt Nabburg solle nun auch der Jugendblaskapelle Nabburg einmalig 50 Euro pro Kopf gewähren. Dazu sagte ABU-Stadträtin Irene Ehemann, dass die JBKN aufgrund der kontinuierlichen Bezuschussung ohnehin mehr als 50 Euro je Nachwuchsmusiker erhält. Es kam sodann zu zwei Abstimmungen. Der Antrag Doblers, ausnahmsweise einmal 50 Euro pro Kopf an die JBKN zu zahlen, scheiterte mit 5:15-Stimmen. Der Vorschlag Schärtls, es bei der bisherigen Form der Unterstützung zu belassen und die errechneten 1476 Euro zu überweisen, wurde dann einstimmig angenommen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung galt es, über einen Antrag der Dorfgemeinschaft des Ortsteils Girnitz zu befinden. Es ging dabei um eine finanzielle Unterstützung für Wegebaumaßnahmen, die zusammen rund 10 000 Euro kosteten. 5420 Euro davon entfielen auf Material und Maschinenstunden, wozu sich die betreffenden Landwirte einen Zuschuss erhofften. Zunächst wollte die Stadt die Hälfte davon bezahlen, doch schließlich verständigte sich der Stadtrat, den Zuschussbetrag auf 3000 Euro aufzurunden.

Zwei Aufträge hatte der Stadtrat für die Sanierung der Mittelschule zu vergeben. Mit der Nachweiserstellung laut Energieeinsparverordnung beauftragte er das Ingenieur-Büro Keil aus Neunburg vorm Wald. Die Kosten belaufen sich auf rund 5449 Euro. Während der Bauzeit muss das Sekretariat der Schule in andere Räume umziehen. Für diese zwischenzeitliche Verlegung fallen Elektroarbeiten an. Sie erledigt die Firma Hösele aus Nabburg für 7038 Euro.

Im städtischen Wasserwerk ist die veralterte Elektroinstallation an die geltenden sicherheitstechnischen Vorschriften anzupassen. Der Stadtrat lässt dazu nun Angebote von Fachplanern einholen. Und schließlich befand das Gremium einstimmig, den Reit- und Fahrverein bei der Anschaffung der Erinnerungsplaketten anlässlich des 70. Osterritts zu unterstützen. Er bekommt 400 Euro als Zuschuss.

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