Nabburg
09.05.2019 - 15:49 Uhr

Kein Wertgutachten

Der Stadtrat hat es abgelehnt, für das Anwesen Obertor 9 ein Wertgutachten erstellen zu lassen. Ein entsprechender Antrag von CSU-Fraktionssprecher Hans-Georg Dobler bekam mit 7:11 Stimmen keine Mehrheit.

Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) schickte der Diskussion voraus, dass er mehrfach seine Gründe ausgeführt habe, warum kein derartiges Gutachten nötig sei. Deshalb werde er nichts mehr dazu sagen. Evi Thanheiser (SPD) erinnerte daran, dass der Stadtrat vom Landratsamt einen rechtsverbindlichen Bescheid rund um den Verkauf des Anwesens an eine Stadtratskollegin fordert. Ein Wertgutachten sei deshalb völlig verfrüht. Zunächst müsse abgewartet werden, was die Behörde mitteilt, "dann können wir das diskutieren".

Karl Beer (CSU) widersprach und erinnerte an ein Gebäude am Unteren Markt, bei dem alle dafür gewesen seien, ein Gutachten erstellen zu lassen. "Wieso sollten wir ein Wertgutachten in Auftrag geben - und dann kommt das Landratsamt zu dem Schluss, dass unser Beschluss rechtmäßig ist?", fragte Evi Thanheiser. "Manche fürchten das Gutachten wie der Teufel das Weihwasser", warf Hans-Georg Dobler ein und erinnerte daran, dass es zwischenzeitlich ein wesentlich höheres Angebot für das Haus gebe.

Helmut Ertl (fraktionslos) schloss sich Thanheisers Meinung an: "Man solle zunächst abwarten, was das Landratsamt sagt". Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl (ÖDP) betonte, dass man ein Haus in derart exponierter Lage nicht nach dem Preis verschachern dürfe. Ein vernünftiges Nutzungskonzept sei zum Beispiel viel wichtiger, als wenn die Stadt 10 000 Euro mehr dafür bekomme. "Wir vertun uns doch nichts mit dem Gutachten", vertrat Hans-Georg Dobler erneut seinen Standpunkt und fand damit Zustimmung bei Altbürgermeister Josef Fischer (ABU). "Nicht notwendig", entgegnete Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann. Erst sollte die Stadt die Antwort des Landratsamtes abwarten. "Wenn wir es für notwendig erachten, das Haus zu verkaufen, dann können wir das machen", sagte er.

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