Die Anwohner zeigen sich verärgert. Sie sind überhaupt nicht einverstanden mit der Wohnanlage, die auf einem freien, rund 5300 Quadratmeter großen Grundstück zwischen der Krankenhaus- und der Hallerstraße geplant ist. Das kommt bei einer Ortsbesichtigung deutlich zum Ausdruck.
Vor ihrer Sitzung im Rathaus nahmen sich Bürgermeister und Stadträte eine halbe Stunde Zeit zu einem Ortstermin. Dabei trafen sie auf Einwohner, die teilweise seit Jahrzehnten in ihren Häusern in der direkten Umgebung des vorgesehenen Baugeländes leben. Sie beklagten sich in erster Linie über die vom Investor ins Auge gefasste, dichte Bebauung mit sechs viergeschossigen Wohnblöcken. Dadurch entstünden massive negative Einflüsse auf ihr Wohneigentum, zum Beispiel durch Beschattung, Lärm oder Wertverlust. "Man muss sich vorstellen, dass es sich hier um circa 16 Meter lange und circa 12 Meter hohe Häuserfronten handeln wird, mit minimalsten Abständen hin zu den Angrenzern und untereinander", heißt es beispielhaft in einem schriftlich erhobenen Einwand. Eine solche Bebauung sei in Nabburg und Umgebung nicht ortsüblich und nirgends anzutreffen. Da würden Erinnerungen an "Klein-Manhattan" in Regensburg wach. Es bestehe Unverständnis darüber, dass der Stadtrat durch die erklärte Bereitschaft zur Aufstellung eines Bebauungsplanes eine solche Anlage mitten in der Stadt befürwortet. Außerdem wurde die Richtigkeit von Abmessungs- und Höhenangaben, die vor allem zur Berechnung der Abstandsflächen herangezogen werden, angezweifelt. Viele Anlieger saßen dann auch im Zuhörerraum, als der Stadtrat damit begann, die Stellungnahmen aus der ersten Planauslegung abzuarbeiten.













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