Nabburg
18.11.2018 - 13:22 Uhr

Mahnung für den Frieden

In Nabburg gedenken die Soldaten- und Kriegerkameradschaft und die Stadt der gefallenen, vermissten und verstorbenen Soldaten beider Weltkriege und der Gewaltherrschaft. In diesem Jahr gibt es eine Neuerung.

Zum Volkstrauertag legten die Teilnehmer im Gedenken an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Soldaten beider Weltkriege und der Gewaltherrschaft einen Kranz nieder. Bild: ral
Zum Volkstrauertag legten die Teilnehmer im Gedenken an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Soldaten beider Weltkriege und der Gewaltherrschaft einen Kranz nieder.

Die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag fanden in der Stadt Nabburg am Samstagabend statt. Zum Auftakt war ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Anschließend ging es im Trauermarsch zur Nikolaus-Kirche, wo sich auch das Kriegerdenkmal befindet. Erstmals fanden die Ansprachen und das Gebet direkt in der Nikolauskirche statt. Die zahlreichen Besucher fanden alle darin Platz.

Die bayerische Bereitschaftspolizei stellte die Ehrenwache. Bürgermeister Armin Schärtl erinnerte daran, dass der Erste Weltkrieg mit enormem Einsatz an Waffen und Material sehr grausam gewesen sei. Eine neue Art der Kriegsführung habe sich durchgesetzt. Am Ende hätte es nach vier Jahren nur noch Verlierer gegeben. Die Sinnlosigkeit des Krieges sei bald klar gewesen, hob der Redner hervor und zitierte aus Feldpostbriefen von Soldaten aus Nabburg an ihre Angehörigen. Schärtl betonte, dass der Volkstrauertag auch nach einer so langen Zeit immer noch seine Bedeutung habe - gerade in diesen Zeiten. Es würden Abgeordnete in die Parlamente gewählt, die die Zeit der Nazi-Gewaltherrschaft als "Fliegenschiss" in der deutschen Geschichte oder das Holocaust-Denkmal in Berlin als Schande bezeichnen würden.

Es gelte daran zu erinnern, was Hass und Gewalt anrichten können. Nur wer seine Vergangenheit kenne, könne die Gegenwart und Zukunft gestalten. Ausgrenzung, Hass und Neid, Erniedrigung und Verfolgung gebe es auch heute an zahllosen Orten in der Welt. Schärtl dankte den Schülern der Naabtal-Realschule sowie der Ehrenabordnung der Bayerischen Bereitschaftspolizei für das Ehrengeleit und den Kameraden des Kriegervereins für die Kranzniederlegung.

An diesem Tag solle auch den Polizisten gedacht werden, die seit 1945 durch Rechtsbrecher ermordet wurden. Nach den Worten von Bürgermeister Schärtl lasen drei Schüler der Realschule Texte zum Volkstrauertag. Anschließend legten Vertreter von Stadt und Kriegerkameradschaft ihre Kränze nieder. Mit der Bayernhymne und der Nationalhymne endete die Feierstunde.

 
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