15.05.2020 - 16:34 Uhr
NabburgOberpfalz

Miete für Module kostet halbe Million

Nachdem die benötigten Kindergarten-Kapazitäten durch einen Neubau nicht zeitnah zu schaffen sind, wird in Diendorf eine Interimslösung in Modulbauweise umgesetzt. Der neue Stadtrat wird in seiner ersten Sitzung darüber informiert.

Auf der Wiese neben der Grundschule in Diendorf stellt die Stadt 36 Module auf, um ab September Krippen- und Kindergartenkinder übergangsweise betreuen zu können. Der Neubau des städtischen Kindergartens ist an der Otto-Hahn-Straße (Fläche hinter der Grundschule, im Anschluss an den Sportplatz) geplant.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Wie der Nabburger Geschäftsstellenleiter Hans Sorgenfrei den Stadträten bei der Zusammenkunft in der Nordgauhalle erläuterte, sei der Bedarf für einen Interimkindergarten bei der Schule in Diendorf gegeben. Für zwei Jahre werden die Kinder in 36 sogenannten Modulen (Containern) untergebracht. Diese Container werden von der Stadt nicht gekauft, sondern angemietet. Die Firma ELA Container erhält dafür die Summe von 475 571 Euro.

Für die nötigen Baumeisterarbeiten hat die Stadt die Firma Schönberger aus Tännesberg engagiert. Sie wird 194 787 Euro in Rechnung stellen. Für Markisen und anderen Sonnenschutz sind weitere 40 620 Euro auszugeben. Dieses Angebot kam von der Erbendorfer Firma Faltenbacher. Schließlich taucht noch der Betrag von 11 061 Euro in der Liste auf. Den erhält die Firma Arctron aus Altenthann, die sich um archäologische Vorarbeiten kümmert. Denn das Grundstück ist im Bodendenkmal-Kataster aufgeführt und muss vor einer Bebauung enstsprechend untersucht werden.

"Hoffentlich können wir den Zeitplan einhalten", sorgte sich Tobias Knechtel (CSU) mit Blick auf die archäologischen Vorarbeiten. Bürgermeister Frank Zeitler stieß ins gleiche Horn: "Wir hoffen, dass dort keine Knochen zum Vorschein kommen." Hans Sorgenfrei wies darauf hin, dass der Interimkindergarten im September diesen Jahres öffnen soll.

Die Zwischenlösung soll die Zeit überbrücken helfen, bis der geplante Kindergarten-Neubau fertig ist. Diese neue Kindertageseinrichtung (geplant sind acht Gruppen) soll an der Otto-Hahn-Straße in Diendorf (Fläche hinter der Grundschule, im Anschluss an den Sportplatz) entstehen und in etwa zweieinhalb Jahren bezugsfertig sein.

Für die Zwischenzeit gibt es ab September 2020 eine Übergangslösung. Dafür werden an der Schulstraße (Grundstück neben der Grundschule) 36 Module aufgestellt. Auf einer Grundfläche von 625 Quadratmetern ist Platz für zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe. Dazu kommen die Außenspielflächen (780 Quadratmeter).

Nabburger Stadtrat fasst im Dezember 2019 eine Interimslösung ins Auge.

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