02.12.2019 - 13:03 Uhr
NabburgOberpfalz

Nabburg: Spatenstich für Einkaufszentrum noch im Dezember

Entscheidungen über Wasserversorgung und Kinderbetreuung - Aus der Bürgerversammlung

Bürgermeister Armin Schärtl bei der Bürgerversammlung vor rund 250 Zuhörern die Bilanz und künftige Pläne der Stadt vor.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Steigende Einwohner und Geburtenzahlen, die Steuerkraft wächst: Es sind gute Nachrichten für die Stadt Nabburg, die Bürgermeister Armin Schärtl den rund 250 Zuhörern bei der Bürgerversammlung am Donnerstag in der Nordgauhalle vorlegte. Das Wachstum bringt neue Aufgaben.

Nicht nur die Einwohnerzahlen (Anstieg seit 2014 um etwa 120 auf aktuell 6167) verlangen nach einer sicheren Wasserversorgung. Am Dienstag (3. Dezember) soll der Stadtrat über die Rechtsform entscheiden, unter der die Städte Nabburg und Pfreimd sowie die Pretzabrucker Gruppe künftig die Wasserversorgung führen. Das Trinkwasser wird dann aus Brunnen am Dachsberg nahe Asbach (Markt Schwarzenfeld) kommen.

Noch in diesem Jahr solle es den Spatenstich für das Einkaufszentrum auf dem Krankenhausareal geben, kündigte Schärtl an. Der Stadtrat soll ebenfalls an diesem Dienstag über den Verkauf des Grundstücks an die Ratisbona beschließen.

Zu den Aufgaben der Stadt gehört auch die laufende Generalsanierung der Grund- und Mittelschule. Das Sechs-Millionen-Projekt läuft bereits. Auch für die Betreuung der jüngeren Kinder muss nachgelegt werden. Seit 2016 pendelt sich die Geburtenzahl bei etwa 60 pro Jahr ein. Weil der Kindergarten St. Angelus sanierungsbedürftig ist und mittelfristig wahrscheinlich geschlossen werden soll, steht ein Neubau in Diendorf an, mit wohl fünf Krippen- und drei Kindergartengruppen. Auch das wird mehrere Millionen kosten. Vorerst soll eine Containerlösung in Diendorf die Betreuungsplätze sichern. Sie soll bis September stehen, sagte Schärtl. Noch im Dezember wird es eine zusätzliche Stadtratssitzung geben, die sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt.

Das Verfahren für die große Wohnanlage an der Krankenhausstraße ist momentan gestoppt. Nachdem es bei der zurückliegenden Auslegung zahlreiche Einwendungen gab, legte die Firma Ehrenreich als Investor umfangreiche Abwägungsvorschläge vor, die nun durchgearbeitet werden müssten. Außerdem hat sich bei Vermessungen herausgestellt, dass wohl zumindest eine Stützmauer eines Nachbarn auf Ehrenreich-Grund steht, erläuterte Schärtl auf Nachfrage der Redaktion. Der Investor habe den Nachbarn nun ein Gesprächsangebot unterbreitet. Die Ergebnisse sollen abgewartet werden, ehe weitere Verfahrensschritte eingeleitet würden. Schärtl erläuterte den bekannten Sachstand zum Bahnübergang (Gutachten zum Baulärm fehlen noch) und verwies darauf, dass der Freistaat schon etliche Gebäude, die für die Maßnahme weichen müssen, erworben habe. Die Stadt werde das "Kotteck"-Gebäude (Austraße) an den Freistaat veräußern.

2645 Nabburger haben in der Stadt einen Arbeitsplatz, gut 200 mehr als vor fünf Jahren. Die Steuerkraft der Einwohner ist von 725 auf 1136 Euro gewachsen. Damit es wirtschaftlich so positiv weiter läuft, soll am "Baderfeld" östlich der Autobahn ein neues Industriegebiet mit 19 Hektar Fläche entstehen. Zwei Drittel der Grundstücke gehören bereits der Stadt, nun ist sie auf der Suche nach weiteren Grundstücken, um auch den Rest "heraustauschen" zu können. Fragen an der Bürgermeister oder die Verwaltung wurden von den Bürgern in der Versammlung nicht gestellt.

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