24.09.2021 - 14:57 Uhr
NabburgOberpfalz

Neuer Studiengang für Hauswirtschaft in Nabburg gestartet

Der einsemestrige Studiengang Hauswirtschaft hat an der Landwirtschaftsschule Nabburg seinen Betrieb aufgenommen. 16 Studierende haben sich für die sehr anspruchsvolle Ausbildung entschieden.

Mit 16 Studierenden startet der neue Studiengang Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule in Nabburg. Die Teilnehmerinnen wurden vom Schulleiter Georg Mayer (oben rechts) und der stellvertretenden Schulleiterin Elisabeth Beer (Obere Reihe Zweite von rechts) an der Schule begrüßt.
von Richard BraunProfil

Die Zeit, in der die 16 Frauen zuletzt eine Schulbank gedrückt haben, liegt für die Studienanfängerinnen bereits einige Jahre zurück. Die meisten erlernten zwischenzeitlich einen Beruf und gründeten eine Familie. Und trotzdem entschieden sie sich für die sehr fordernde Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Die Gründe dafür sind sehr individuell und vielfältig. Entsprechend hoch waren auch die Erwartungen, als Behördenleiter Georg Mayer, der zugleich auch Schulleiter der Landwirtschaftsschule Nabburg ist und die stellvertretende Schulleiterin Elisabeth Beer die Studierenden in der Schule willkommen hießen.

In einführenden Worten wurde der neue Studiengang über die Inhalte der eineinhalbjährigen Ausbildung unterrichtet. Neben der Betriebswirtschaft ist die Hauswirtschaft eine der grundlegenden ökonomischen Ebenen der modernen Gesellschaft. Für die Bewältigung der alltäglichen Aufgaben bleibt immer weniger Zeit und die dazu notwendigen Fähigkeiten gehen zunehmenden verloren. Hauswirtschaft nur auf die Tätigkeiten Kochen, Waschen, Putzen zu reduzieren, würde den gestellten Ansprüchen in keinster Weise gerecht werden. Entsprechend vielfältig und anspruchsvoll sind die Ausbildungsinhalte.

Auf dem Stundenplan stehen beispielsweise eine bedarfsgerechte Ernährung und praktische Nahrungszubereitung in den verschiedenen Lebensphasen, Haushalts- und Finanzmanagement, Betreuung von Personen, Kommunikation und Projektmanagement. Weitere Schwerpunkte sind Hausgartenbau sowie gute Arbeitsorganisation. Abteilungsleiterin Elisabeth Beer wies auch auf die verschiedenen Wahlpflichtmodule hin unter denen die Studierenden wählen können. Dazu zählt die Gewinnung eines tiefen Einblickes in die landwirtschaftliche Produktion, Wissenswertes zur Gründung und Führung eines eigenen Unternehmens und die Befähigung zum Ausbilden. Auch kann die Anerkennung als Anbieter von Unterstützungsleistungen im Alltag erworben werden. Gerade ältere Menschen möchten so lange als möglich in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben, benötigen dazu aber häufig Unterstützung bei der täglichen Hausarbeit. Berufe rund um das Thema Hauswirtschaft gewinnen deshalb immer mehr an Bedeutung und bieten eine sichere berufliche Zukunft. Für Kurzentschlossene besteht noch die Möglichkeit, in den nächsten Wochen in den Studiengang einzusteigen.

Artikel aus der Hauswirtschaftsschule Tirschenreuth

Tirschenreuth

 

 

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