15.07.2018 - 14:23 Uhr
NabburgOberpfalz

Reise ins Mittelalter

Man hätte bei diesen Temperaturen nicht mit den Ratsherren und Rittern tauschen mögen, die den Oberen und Unteren Markt in Nabburg bevölkern. Bei sommerlichen 30 Grad wird es besonders am Samstag warm unter den Kutten.

von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

(td) Unter all' den Freiluft-Events, die im allzu kurzen Oberpfälzer Sommer um Gäste und Aufmerksamkeit buhlen, gehört der Mittelaltermarkt in Nabburg zu den spektakulärsten und Besucher reichsten. Auch in ihrer 15. Auflage hat die Großveranstaltung nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Vielleicht, weil man sich im historischen Kern der Stadt als Flaneur auf eine freundliche Weise eingebunden fühlt in das Geschehen, das trotz seiner Menschenströme kein Gefühl der Anonymität aufkommen lässt.

(td) Unter all' den Freiluft-Events, die im allzu kurzen Oberpfälzer Sommer um Gäste und Aufmerksamkeit buhlen, gehört der Mittelaltermarkt in Nabburg zu den spektakulärsten und Besucher reichsten. Auch in ihrer 15. Auflage hat die Großveranstaltung nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Vielleicht, weil man sich im historischen Kern der Stadt als Flaneur auf eine freundliche Weise eingebunden fühlt in das Geschehen, das trotz seiner Menschenströme kein Gefühl der Anonymität aufkommen lässt.

Am "Nationalfeiertag"

Links und rechts des Marktes erstreckte sich wieder eine Vielzahl von Buden mit Handwerkskunst und Essen, wobei die örtlichen Vereine die Bewirtung der Gäste übernommen haben. Wer es bis zum hintersten Eck des Mittelalter-Markts schaffte, der konnte sich dort mitsamt Freunden und Familie, Getränken und Essen in einem überdimensionalen Badezuber niederlassen. Und wem das noch nicht genügend mittelalterliches Flair war, der durfte sich an allerlei Künstlern und fahrendem Volk ergötzen, das sich über die Straßen und Plätzen ergoss - Gaukler, Feuerschlucker, Musikanten, Rittersleut und Kanoniere und was die Fantasie der Mitwirkenden sonst noch hergab.
Ein besonders freundliches "Bienvenue" gab es für die rund 40 Besucher aus der französischen Partnerstadt Castillon-la-Bataille, die eine weite Anreise auf sich genommen hatten, um dabei zu sein. "Und das auch noch am französischen Nationalfeiertag, am 14. Juli", freute sich Bürgermeister Armin Schärtl, der mit seinem französischen Kollegen Jacques Breillat und dem Bürgermeister des Mittelalter-Markts, Stadtrat Karl Beer, das alle zwei Jahre stattfindende Ereignis am Samstag gegen 11 Uhr eröffnete. Am Sonntag stießen dann auch noch eine Delegation der tschechischen Partnerstadt Horsovský Týn dazu.

Internationales Publikum

Nachdem sich auch zahlreiche Amerikaner auf dem Markt tummelten, die von ihren oberpfälzischen Garnisonsstädten nicht sehr weit nach Nabburg zu fahren hatten, und immer wieder staunende Flüchtlinge aus Arabien unter den zahlreichen Marktbesuchern auszumachen waren, bekam das Ganze einen weiteren internationalen Anstrich. "I like it", versicherte ein US-Offizier in Zivil mit einem Lächeln im Gesicht, der sich an einem Crêpes-Stand in der Sackwebergasse verköstigte und zu seiner Freude von der jungen, deutschen Crêpes-Köchin in perfektem Amerikanisch angesprochen und unterhalten wurde. Sie alle konnten sich am Samstag bis spät in die sommerlich-arme Nacht hinein auf dem Markt aufhalten - essen, trinken, bummeln, feiern, Musik hören und den Gauklern zusehen.
Von bis zu 14 000 Besuchern sprach Karl Beer in einer ersten Einschätzung des Samstagsgeschehens, nicht ganz so viele dürften es am gestrigen Sonntag gewesen sein, der am Nachmittag mit einem heftigen Sommerregen überraschte. Manche Fieranten hatten eine sehr weite Heimreise und begannen daher schon am späten Nachmittag mit dem Abbau ihrer Stände.

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