24.11.2019 - 16:59 Uhr
NabburgOberpfalz

Segen für neue Redaktion: Nah dran am lokalen Geschehen

Dort, wo Jahre lang Zahlen den Arbeitsalltag beherrschten, regiert jetzt das Wort. Die Oberpfalz-Medien und "Der Neue Tag" sind in Nabburg umgezogen – in die ehemalige Sparkasse an der Bachgasse 1.

von Irma Held Kontakt Profil

Seit etwa acht Wochen arbeitet die Redaktion in dem neuen Domizil, dessen Eigentümer die Stadt Nabburg ist. Am Samstag war es an der Zeit, dieses segnen zu lassen und die neue Schaltzentrale der Oberpfalz-Medien für den Landkreis Schwandorf der Öffentlichkeit vorzustellen. Hier wird Zeitung gemacht, aber nicht nur das.

Täglich draußen unterwegs

"Hier werden alle Publikationen der Oberpfalz-Medien aus dem Landkreis Schwandorf gesteuert, sowohl in inhaltlicher Hinsicht wie auch in technischer", sagte Ressortleiter Wilhelm Amann in Anwesenheit von Geschäftsführender Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl, Chefredakteur Kai Gohlke, MdB Karl Holmeier, der beiden Landratsstellvertreter MdL Joachim Hanisch und Arnold Kimmerl, des Bürgermeisters Armin Schärtl sowie weiterer Geladener. Den größten Anteil an den Gästen machten all jene aus, die tagtäglich draußen unterwegs sind, Veranstaltungen besuchen und Termine wahrnehmen - die freien Mitarbeiter. Das sei bewusst so gewollt, betonte Wilhelm Amann. 14 kamen, um die neue Anlaufstelle des Neuen Tags zu sehen und sich auch mit den Redakteuren zu unterhalten.

Pfarrerin Irene Friedrich stellte, ebenfalls ganz bewusst, das Johannes-Evangelium "Im Anfang war das Wort" an den Beginn der Segnung. Denn in diesen Räumen stehe das Wort im Zentrum. Mit dem Johannes-Evangelium wolle sie unterstreichen, welche Verantwortung hier wahrgenommen werde. Monsignore Klaus-Oskar Lettner zufolge sind die Geistlichen nicht gekommen, um gute Ratschläge zu geben, sondern für die Räume und Mitarbeiter um Gottes Segen zu bitten. Die Arbeit möge fruchtbar werden für den ganzen Landkreis. Sie wünschten viel Freude und schöne Begegnungen.

Wünsche erfüllt

Die neue Redaktion wurde vom Architekturbüro Konrad Kraus umgebaut. Ressortleiter Wilhelm Amann dankte in diesem Zusammenhang der ebenfalls anwesenden Architektin Evelyn Kleierl und dem Projektleiter von Oberpfalz-Medien, Lothar Kaiser. "Der Zuschnitt ist so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben", lobte er auch die wunschgemäße Gestaltung. Bürgermeister Armin Schärtl hörte das gerne. Auch er sei froh, dass alles so gut geklappt hat. Journalisten würden eine wichtige Aufgabe wahrnehmen. Dass dies "landkreisweit bei uns passiert, darauf sind wir stolz".

Dezentrale Strukturen

Viola Vogelsang-Reichl sieht in diesem Umzug ein Bekenntnis der drei Gesellschafter-Familien zur Zukunft des Medienhauses und zum Erhalt dezentraler Strukturen. "Regionale Nachrichten sind unsere Stärke und dazu gehört auch, dass unsere Kollegen vor Ort sind, am Stadtgeschehen teilhaben". Es sei wichtig, "Stimmungen mitzubekommen, mittendrin und immer ansprechbar zu sein."

Chefredakteur Kai Gohlke nannte neue Herausforderungen, vor denen Journalisten stünden, wie etwa das Erschließen neuer Geschäftsmodelle oder die sozialen Medien. In Nabburg sei durch Investitionen in Standort, Technik und Personal ein modernes Arbeitsumfeld geschaffen worden. Vor der Zukunft sei ihm folglich nicht bange.

Zeitung zum Frühstück

Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch fragte sich angesichts der hellen, freundlichen und sonnendurchfluteten Räume sowie des besonderen musikalischen Empfangs durch das Jazz-Duo Marie und Sophie Amann, was es an einem Samstagvormittag Schöneres geben könnte. "Es gibt was Tolleres", gab er selbst die Antwort, "nämlich am Samstagvormittag die Tageszeitung zu lesen". MdB Karl Holmeier nannte es mutig, in der sich verändernden Zeitungslandschaft in eine neue Redaktion zu investieren. Wenn er gefragt werde, ob es in 20 Jahren noch eine Zeitung gebe, sage er Ja. Sie gehöre auf den Frühstückstisch. "Der Neue Tag" sei immer mit dabei. Er wünschte weiterhin viele, viele Abonnenten.

Viele Gespräche

Den offiziellen Teil schloss Ressortleiter Wilhelm Amann mit einem Blumenstrauß für Geschäftsführende Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl als Dank für die Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen ab. Beim anschließenden Stehempfang nutzten die Gäste die Gelegenheit zu Gesprächen.

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