04.06.2020 - 17:06 Uhr
NabburgOberpfalz

Störche stehen Pate für Kindergarten

Zur Namensgebung des neuen Kindergartens in Diendorf gibt es genügend Vorschläge. Schließlich setzt sich im Stadtrat jener durch, der den konkretesten Bezug zur Stadt Nabburg hat: Storchennest.

Storchennest: Diesen Namen bekommt der neue Kindergarten in Diendorf.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Sowohl der provisorische Kindergarten als auch die neue Kindertageseinrichtung in Diendorf müssen erst noch gebaut werden. Aber die Stadt ging schon mal auf Namenssuche. Sie lief seit 18. Februar. Das Rote Kreuz als zukünftiger Betreiber und die spätere Leiterin machten vier Vorschläge: Burgwichtel, Burgzwerge, Naabwichtel und Burgzauber. In der Stadtratssitzung, die am Dienstagabend in der Nordgauhalle stattfand, kamen drei weitere Vorschläge dazu. Die CSU griff eine Idee von Stadtheimatpfleger Raphael Haubelt auf und nannte den Namen Storchennest. Von der ÖDP kam die Bezeichnung Spatzennest ins Spiel, aus den Reihen der Freien Wähler Sternwurz. Nach kurzer Diskussion gab es mit 18:2-Stimmen eine klare Mehrheit für Storchennest; nur die beiden Vertreter der ÖDP stimmten dagegen.

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Nabburg

Zum Thema Kindergarten erkundigte sich Stadträtin Rita Holzgartner (SPD) an dieser Stelle, ob die noch vor der Kommunalwahl eingesetzte Arbeitsgruppe bestehen bleibt, die sich mit den Bauvorbereitungen befasst und aus Repräsentanten aller Fraktionen gebildet wird. Nachdem alle Mitglieder am 15. März wiedergewählt worden sind, soll sie laut Bürgermeister Frank Zeitler (CSU) unverändert weiter existieren.

Für die beiden Kindergärten lag dem Stadtrat ein Antrag des Trägers vor, der sich jeweils auf eine zusätzliche pädagogische Kraft für eine integrative Bildungs- und Erziehungsarbeit bezog. Die Kosten waren vom Stadtrat bereits genehmigt worden. Bei der Endabrechnung für 2019 hat die katholische Kirchenverwaltung noch die nachträgliche Anerkennung der Zusatzversicherungsbeiträge beantragt, die beim Erstantrag nicht berücksichtigt war. Für St. Angelus ging es um 2868 Euro, für St. Marien um 936 Euro. Davon übernimmt der Träger 20 Prozent, die staatliche Förderung beträgt 40 Prozent, und die restlichen 40 Prozent zahlt die Kommune. Auf die Stadt Nabburg entfielen somit 1147 Euro für St. Angelus und 374 Euro für St. Marien. Der Stadtrat stimmte zu.

Auf der Tagesordnung stand auch die Bestellung der neuen Zweiten Bürgermeisterin Irene Ehemann (FW) zur Eheschließungsstandesbeamtin. In einer Wortmeldung vertrat Stadträtin Heidi Eckl (ÖDP) die Auffassung, dass man im Rathaus über genügend Standesbeamte verfüge. Ohne Irene Ehemann zu nahe treten zu wollen, lehne sie eine weitere Ernennung ab. Denn in der Vergangenheit sei es so üblich gewesen, dass die Trauungen am Wochenende der Erste Bürgermeister macht, und das solle so bleiben.

Bürgermeister Frank Zeitler gab zu verstehen, dass der Vorschlag aus der Verwaltung komme. Durch eine zusätzliche Eheschließungsstandesbeamtin könne man mehr Wünschen Rechnung tragen und eine größere Anzahl an Terminen anbieten. Ungeachtet dessen werde er natürlich an Wochenenden auch Trauungen vornehmen. Irene Ehemanns Bestellung erfolgte sodann mit 15:5-Stimmen, wobei die Gegenstimmen aus den Fraktionen der ÖDP, SPD und ÜPW kamen.

In einer Bekanntgabe teilte Bürgermeister Frank Zeitler mit, dass der nächste Mittelalterliche Markt am 16. und 17. Juli 2022 stattfinden soll. Ebenso informierte er darüber, dass die Übernahme der Erwachsenenbildung durch den Landkreis verschoben worden ist.

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