12.07.2021 - 15:47 Uhr
NabburgOberpfalz

VR Bank Mittlere Oberpfalz trotz Corona im Plan

Die VR Bank Mittlere Oberpfalz hat im von Corona geprägten Geschäftsjahr 2020 ihre Ziele erreicht, beziehungsweise übertroffen. Dieses Fazit zieht Vorstandssprecher Bernhard Werner bei der Vertreterversammlung.

Positiv blickten die Vertreter der VR Bank Mittlere Oberpfalz - hier ist die Geschäftsstelle in Nabburg zu sehen - auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück.
von Externer BeitragProfil

Diesmal ging die Vertreterversammlung digital über die Bühne. Vorstand und Aufsichtsrat der VR Bank Mittlere Oberpfalz eG berichteten von einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2020. Mehr als 70 Vertreter informierten sich laut einer Pressemitteilung über drei Tage hinweg mittels Videoaufzeichnungen, Präsentationen und Textdokumenten über die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Vertreter hatten schließlich die Gelegenheit, mittels einer eigens zertifizierten Wahlsoftware über die zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte abzustimmen, fasst Vorstandssprecher Bernhard Werner das Procedere zusammen. Als Versammlungsleiter hielt Josef Feuerer die Fäden in der Hand.

Vorstandssprecher Bernhard Werner ging auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland ein, das im Jahr 2020 ganz im Zeichen der Coronakrise stand. Er berichtete, dass die globale Virusverbreitung sowie die dagegen ergriffenen Maßnahmen in eine schwere Rezession mündeten. Doch die VR Bank Mittlere Oberpfalz eG habe sich rechtzeitig angepasst. "Zuletzt war die Fusion vor zwei Jahren zum gemeinsamen Haus die richtige und wichtige Antwort darauf", betonte Werner. Die regionale Präsenz und die räumliche Nähe zu den Kunden werde durch die 14 Bankstellen sichergestellt.

Durch die Bündelung der Kräfte und durch die Nutzung der Stärken, nämlich nah am Kunden zu sein, habe die Bank im vergangenen Geschäftsjahr 2020 in allen strategischen Geschäftsfeldern die Planwerte erreicht beziehungsweise übertroffen, betonte Werner. Er ließ Zahlen sprechen: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 168 Millionen Euro neue Kreditmittel zugesagt. Sie verteilten sich auf 1320 Finanzierungen. Das Kreditwachstum betrug seit 2015 pro Jahr im Durchschnitt knapp acht Prozent. Das Wachstum der Kundengelder belief sich im letzten Geschäftsjahr auf knapp fünf Prozent.

Werner skizzierte auch die Entwicklung der Warenstandorte in Knölling, Weidenthal und Schönsee: "Im Geschäftsjahr 2020 konnte nach zwei schweren Dürrejahren nunmehr ein Umsatz von 10,3 Millionen Euro erreicht werden. Das Ergebnis ist mit gut 40 000 Euro vor Steuern wieder positiv."

Das finanzielle Ergebnis eines Geschäftsjahres sei sehr wichtig, so Werner, "aber nicht Alles". So wurden soziale, karitative, kulturelle und sportliche Einrichtungen mit insgesamt 132.000 Euro unterstützt.

Vorstand Stefan Schiller informierte im Anschluss über die aktuellen Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten. "Die besondere Herausforderung liegt aktuell im Negativzinsumfeld", berichtete Hiller. Das Vertrauen der Kunden sei ungebrochen groß. "Sie bevorzugen nach wie vor die Beratung in den 14 Geschäftsstellen vor Ort". Gleichzeitig würden aber auch die modernen Zugangswege über Website, App, Online-Banking und auch Videoservice gut frequentiert.

Vorstand Dr. Christian Muck präsentierte die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse. Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31.Dezember 2020 auf 1223 Millionen Euro. Die bilanziell ausgewiesenen Kundenforderungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent auf nunmehr 624 Millionen Euro. Die Sachanlagen erhöhten sich um rund 1,8 Millionen Euro. Größere Investitionen in Grundstücke und Gebäude waren im Geschäftsjahr 2020 nicht vorgenommen worden. Die Kundeneinlagen stiegen um 5,1 Prozent auf insgesamt 883 Millionen Euro. Deutlich zugenommen habe sich die Sparquote in Zeiten der Covid-19 Pandemie. "Zudem achteten unsere Firmenkunden konsequent auf die Liquiditätshaltung", betonte Muck.

Trotz der "besonderen Rahmendaten" sei das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung zufriedenstellend. "Die Bank erreichte trotz des schwierigen Zinsumfelds ein Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau". Der Bilanzgewinn betrug 546 000 Euro. Der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, den Mitgliedern eine Dividende von 1,5 Prozent auszuschütten, wurde von der Vertreterversammlung angenommen. Dr. Muck berichtete noch, dass den Mitgliedern aus dem VR-Mitglieder-Bonus-Programm ein Betrag von 347.983,84 Euro ausgeschüttet wurde. Dadurch errechnet sich eine mittlere Ausschüttung (Dividende plus Bonus) von 3,33 Prozent für die Mitglieder.

Der Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses wurde angenommen, Vorstand und Aufsichtsrat wurden für das Geschäftsjahr 2020 einstimmig entlastet. Turnusmäßig schieden Ingeborg Zimmermann, Johann Kreckl und Alois Herdegen aus dem Aufsichtsrat aus. Alle drei stellten sich zur Wiederwahl und gehören dem Gremium weiter an.

Ein Blick auf das Geschäftsjahr 2019

Nabburg
Vorstandssprecher Bernhard Werner skizzierte die wirtschaftliche Situation der VR Bank Mittlere Oberpfalz.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.