17.06.2019 - 11:15 Uhr
NabburgOberpfalz

Wiedersehen für Vier aus einer Bude

Ehemalige BGS-Beamte treffen sich in der Polizeischule auf dem Fichtenbühl. Im Mittelpunkt steht die Besichtigung der modernen Bereitschaftspolizei-Außenstelle.

Das Bild entstand auf dem Sportplatz und zeigt (von links) Polizeioberrat Helmar Termer, Walter Denk, Harald Dippel, Wilhelm Jakob und Max Grillenbeck.
von Externer BeitragProfil

Noch einmal über das Kasernengelände zu stolzieren, wo im Sommer 1963 alles begann, war der Wunsch von vier ehemaligen BGS-Beamten, die zwischenzeitlich natürlich selbst in die Jahre gekommen sind. Als junge Grenzjäger waren sie in die völlig neu errichtete Grenzschutzkaserne am Fichtenbühl in Nabburg eingezogen, in der damals selbst die Infrastruktur noch nicht abgeschlossen war. Im damaligen Fernmeldezug wurden sie zu "Tastfunkern" ausgebildet und in der gemeinsamen "Vier-Mann-Bude" wurden Freundschaften fürs Leben geschlossen.

Die weiteste Anfahrt hatte Harald Dippel aus Nordrhein-Westfalen zu bewältigen. Er war beim BGS geblieben und hatte dort den berühmten "Marschallstab im Tornister" in seiner beeindruckenden Laufbahn umgesetzt, ging er doch als Abteilungspräsident des Grenzschutzpräsidiums-West in den Ruhestand. Aber auch die anderen drei fanden in ihrem späteren Berufsleben bei Polizei und beim Zoll ihre Erfüllung.

Und bekanntlich sieht man sich ja im Leben mindestens zweimal. So geschehen zwischen Walter Denk und dem Leiter der jetzigen Außenstelle der Bepo in Nabburg, Polizeioberrat Helmar Termer. Letzterer war 1982 im Berufspraktikum für einige Monate zur Polizei Nabburg abgeordnet und dort dem hierfür zuständigen Dienstgruppenleiter Denk zugeteilt worden. Damit war der Kontakt für eine Besichtigung natürlich schnell und unbürokratisch hergestellt.

Und nun stehen diese vier, "der Max, der Walter, der Jackl und der Harald" im Juni 2019, nach 56 Jahren, vor dem Zaun und dem Schlagbaum ihrer alten Kaserne, die nach Auflösung des BGS vor über 20 Jahren die Bereitschaftspolizei übernommen hat. Der Chef persönlich ließ es sich nicht nehmen, die Vier dort in Empfang zu nehmen, um sie anschließend informativ durch das gesamte Kasernengelände zu führen. Neben den modern sanierten alten Gebäuden wurden auch drei neue Unterkunftshäuser errichtet, um die große Anzahl der dort ausgebildeten jungen Polizeibeamten unterbringen zu können. Apropos Polizeibeamte: Die vier Ruheständler waren bei mehreren Kontaktaufnahmen mit ihnen beeindruckt von deren offenem, selbstsicheren und motivierten Wesen. Höhepunkt des Rundgangs war dann natürlich die Besichtigung der ehemaligen "Bude" der Vier. Sie musste allerdings zwischenzeitlich einer "Zwei-Damen-Stube", modern und zweckmäßig möbliert, weichen.

Die Einladung durch Oberrat Termer zum Mittagessen setzte für den Besuch auf dem für die vier alten Kameraden so bedeutsamen Ort Fichtenbühl einen harmonischen Schlussakkord. "Dieses Maß an Zuwendung hätten wir nicht erwarten dürfen", sagte Harald Dippel noch bei der Verabschiedung zu Termer.

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