Nabburg
02.07.2020 - 11:52 Uhr

Zillen, aber noch keine Fahrten

Schade: Die beiden Zillen werden in diesem Jahr in Perschen nicht zu Wasser gelassen. Bei den Bootsfahrten könnten die coronabedingten Abstandsflächen nicht eingehalten werden.

Am Tag der Bootstaufe gab Heiner Kummert, einer der Zillenfahrer, Gästen einen Vorgeschmack darauf, wie schön ein Ausflug auf der Naab sein kann. Archivbild: Völkl
Am Tag der Bootstaufe gab Heiner Kummert, einer der Zillenfahrer, Gästen einen Vorgeschmack darauf, wie schön ein Ausflug auf der Naab sein kann.

Die nun abgesagten Touren auf der Naab hätten so schön sein können. Die Taufe im Oktober letzten Jahres war ein kleiner Vorgeschmack. Es gab Sekt für Birgit und Alexandra. So heißen die beiden Zillen, die nach Alexandra Beier, Leiterin des Tourismuszentrums, und Birgit Angerer, frühere Leiterin des Freilandmuseums, benannt worden waren. Bei der Jungfernfahrt sollte es nicht bleiben. Die früheren Zillenfahrten auf der Naab als Touristenattraktion wieder aufleben lassen, das war die Idee von Armin Schärtl, Vorsitzender des Fördervereins Oberpfälzisches Bauernmuseum.

Auch Fremdenverkehrsverein, die Arbeitsgemeinschaft der Gästeführer und das Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald waren gleich mit im Boot. Dank "Leader" flossen 40 Prozent Fördermittel für die knapp 17 000 Euro kostenden Zillen. Den Rest übernahm der Museumsverein. Alles in allem beliefen sich die Kosten auf rund 20 000 Euro. Gefertigt wurden die Zillen im Traditionsbetrieb von Anton Witti in Oberösterreich.

Nabburg14.10.2019

Momentan sind fünf Personen in Besitz des Zillenführerscheins – mit TÜV-Abnahme. Auf dieser Basis hätten nach der Winterpause des Museums in diesem Jahr die ersten Zillenfahrten zwischen dem Paddelclub-Gelände an der Wiesmühle und dem Museum starten sollen. Geplant wäre eine etwa eineinhalbstündige Tour vom Museum bis zur Wiesmühle und zurück – garniert mit Erzählungen, Infos zur Tierwelt auf der Vogelinsel und einem Besuch des Bauernmuseums.

Corona sorgt dafür, dass die Zillen im Winterquartier bleiben. Sie sind auf elf, zwölf Personen ausgelegt. Laut Kerstin Ehemann, der Geschäftsführerin des Fördervereins, könnten auf den Booten die Abstands- und Hygieneauflagen nicht eingehalten werden. Man muss sich bis nächstes Jahr gedulden und kann noch an den Details arbeiten. Der Museumsverein hat jedoch laut Ehemann die Zusage, dass die Leaderförderung nicht unter der unfreiwilligen Pause leidet.

 
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