Es hatte eine Besprechung gegeben, an der laut Bürgermeister der Investor, das Ingenieur-Büro, die Stadt, die Polizei und das Straßenbauamt beteiligt waren. Dabei kam heraus: Statt der vorgesehenen drei Zu-/Abfahrten müssen zwei genügen. Denn der dritte Zubringer läge zu nahe an der Abzweigung der Krankenhausstraße von der Regensburger Straße, so dass es an dieser Stelle zu Verkehrsbehinderungen und Risiken für den fließenden Verkehr kommen könnte.
Während einer nochmaligen Diskussion über das Projekt vermisste CSU-Stadtrat Bernd Hofmann konkrete Pläne, zumal eine der beiden verbleibenden Zufahrten eh viel zu eng sei. Als "zu oberflächlich" stufte auch CSU-Sprecher Hans-Georg Dobler die Entscheidungsgrundlage ein. Er erinnerte daran, dass der Bauträger eigentlich nach eigenen Worten die Abbiegesituation von der Regensburger Straße her verbessern wollte. Doch davon sei jetzt nichts mehr zu hören, es solle offenbar alles so bleiben wie es ist. Nach Doblers Meinung werde einseitig auf die Interessen des Investors geachtet, nicht auf die Bedürfnisse der Anlieger. Er warf in diesem Zusammenhang die Frage der Befangenheit des Bürgermeisters auf, der sich laut Aussagen von Anwohnern für eine Wohnung in diesem Komplex für seine Kinder interessiere und auch schon Preisverhandlungen geführt habe. Armin Schärtl (SPD) wies diesen Vorwurf zurück.
Im Nachgang zur Sitzung erklärte Schärtl gegenüber Oberpfalz-Medien, dass es mit ihm keine Verkaufsgespräche gegeben habe und dass sich definitiv keines seiner Kinder für eine der entstehenden 42 Wohnungen interessiere. Anderslautende Unterstellungen betrachte er als politisch motivierte Frechheit.
Der parteilose Stadtrat Helmut Ertl sah keine vernünftige Möglichkeit, die Zahl der Zufahrten auf zwei zu reduzieren. Zur Verbesserung des späteren Verkehrsflusses brachten Altbürgermeister Josef Fischer (ABU) und Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann (ÜPW) abermals die Ausweisung der Krankenhausstraße als Einbahnstraße ins Gespräch.
Letztlich entschied sich der Stadtrat mit 12:8-Stimmen, den bereits gefassten Billigungsbeschluss für den Bebauungsplan zu ändern und nur noch zwei Zufahrten vorzusehen. Die Gegenstimmen kamen von der CSU-Fraktion und Helmut Ertl.















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