17.04.2019 - 14:04 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

"Kümmerer" fürs Glück im Alter

Soziale Kontakte, intaktes Umfeld und bei Bedarf Unterstützung bei der Pflege: Sabine Wenng von der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter – Konzepte, Initiativen und Visionen“ leitete eine Zusammenkunft zum Thema im Sengerhof Neualbenreuth.

Bei der Zusammenkunft "Wohnen im Alter" im Sengerhof von links: Seniorenbeauftragte Beate Ott, BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl, Dritter Bürgermeister Christian Maischl, Bürgermeister Klaus Meyer, Wolfgang Fenzl von der Seniorenfachstelle beim Landratsamt, Sabine Wenng (stehend) und Anja Preuß (rechts daneben) mit Bürgerinnen und Bürgern aus Neualbenreuth
von Autor ENZProfil

Interessierte Einwohner waren dabei, außerdem Wolfgang Fenzl von der Seniorenfachstelle des Landratsamtes und Seniorenbeauftragte Beate Ott. Bürgermeister Klaus Meyer verwies eingangs auf die im Ort geleistete ehrenamtliche Arbeit. Auch sei die Nachfrage nach Grundstücken und Eigentumswohnungen ein Indikator dafür, dass Neualbenreuth eine attraktive Kommune sei.

Sabine Wenng erläuterte, dass Neualbenreuth mit seinem Antrag nun auf dem Weg zu einer aktiven generationenfreundlichen Gemeinde sei. Sie stellte Probleme älterer Menschen dar - etwa Einsamkeit und Altersarmut. Zum Glück im Alter gehöre, dass Wohnen und Umfeld in Ordnung seien. Auch die Versorgung sei ein Thema.

Umfassende Beratungsangebote werden in Neualbenreuth mit Beate Ott gerade aufgebaut. Jetzt gehe es um die Schaffung sozialer Netzwerke, die Umsetzung eines Quartierskonzeptes unter Bürgerbeteiligung sowie eine Kooperation und die Vernetzung von "Kümmerern". Die Referentin stellte Beispiele und Aktivitäten aus Bayern vor. Typisch bei diesen Projekten sei ein Gemeinschaftsraum. Dabei nehmen ambulant betreute Wohngemeinschaften als Alternativen zu den Pflegeheimen jährlich um zehn Prozent zu. Diese neuen Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter werden finanziell gefördert.

Bei der Diskussion ging es etwa um die Versorgung mit einer warmen Mahlzeit. An der Lösung dieses Problems arbeitet Beate Ott bereits. Auch die Möglichkeit, einfach zu Gesprächen zusammenkommen zu können und Patenschaften von Schülern für ältere Menschen wurden angesprochen.

Ein Thema war auch, bis wann und zu welchem Preis betreutes Wohnen angeboten werden kann und ob Einheimische bei der Vergabe bevorzugt werden. Meyer erklärte, dass Termine noch nicht genannt werden können. Das Angebot solle aber vor allem für Einheimische gelten und bezahlbar bleiben. Das Gemeindeoberhaupt wünschte sich ein Mehrgenerationenhaus, um den Austausch von Alt und Jung zu ermöglichen. Weiterhin sprach Meyer die Barrierefreiheit etwa am Marktplatz und auf dem Weg zum Sibyllenbad an. Der Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Holger Schedl meinte, Menschen müssten begeistert werden, dass sie sich in der Nachbarschaftshilfe engagieren. Beispiele dafür gebe es in Bärnau und auch anderswo. In diesen Fällen sei das BRK der Träger. Damit seien rechtliche Fragen gelöst, etwa die Versicherung.

"Das alles ist eine gesellschaftliche Herausforderung", beendete Bürgermeister Klaus Meyer die Veranstaltung und wies auf den Ortsrundgang am 19. Mai hin. Dann soll gezielt auf Probleme für die ältere Generation innerhalb Neualbenreuths aufmerksam gemacht werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.