Tschechien will bis zum Jahr 2035, spätestens aber zum Jahr 2037 ein neues Atomkraftwerk (AKW) in Betrieb nehmen. Als vorrangig wird der Neubau am bestehenden Standort Dukovany westlich der Stadt Brünn angesehen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Erst Anfang des Monats hatte der tschechische Premier Andrej Babis aber erklärt, er halte ein Verlängerung der Laufzeit des Atomkraftwerks Dukovany um zehn Jahre bis 2045 für möglich. Zu Begründung verwies er auf die Kosten. Der Bau eines Kraftwerksblocks würde 7,7 Milliarden Euro kosten, eine Modernisierung der Anlage rund 200 Kilometer östlich von Passau nur ein Zehntel. Vor einem Jahr hatte die Leiterin der tschechischen Atomaufsicht SUJB, Dana Drabova, der Zeitung "Denik" gesagt, ein Betrieb Dukovanys bis ins Jahr 2045 sei nur mit "zusammengebissenen Zähnen" möglich. Dort hatte es 2015 Unregelmäßigkeiten bei der Prüfung der Schweißnähte gegeben. Laut Bundesregierung sind keineswegs alle Mängel abgestellt. Die SÚJB habe Anfang Oktober berichtet, dass der Betreiber dabei sei, alle Anforderungen umzusetzen.













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