Neukirchen
10.06.2019 - 16:40 Uhr

Denkmalschutzmedaille für Walter Schraml

Außerordentlichen Einsatz für die Denkmalpflege würdigt Kunstminister Bernd Sibler alljährlich mit einer Medaille. Beim Festakt in München gilt eine der Auszeichnungen Neukirchens Ortsheimatpfleger Walter Schraml.

Bei der Verleihung nahmen für den verhinderten Walter Schraml drei Vertreter die Denkmalschutzmedaille entgegen: Von links Kunstminister Bernd Sibler, Zweiter Vereinsvorsitzender Martin Wolf, Margot Lulay, Bürgermeister Winfried Franz sowie Generalkonservator Mathias Pfeil. Bild: Robert Haas
Bei der Verleihung nahmen für den verhinderten Walter Schraml drei Vertreter die Denkmalschutzmedaille entgegen: Von links Kunstminister Bernd Sibler, Zweiter Vereinsvorsitzender Martin Wolf, Margot Lulay, Bürgermeister Winfried Franz sowie Generalkonservator Mathias Pfeil.

Zu den Trägern der Denkmalschutzmedaille 2019 gehört der frühere Realschulrektor Walter Schraml für den Förderverein Freunde von St. Martin/Ermhof. Wie es in einer Pressemitteilung des Ministeriums heißt, werde damit sein besonderes ehrenamtliches Engagement um die archäologischen Befunde im Bereich der abgebrochenen Kirche St. Martin in Neukirchen-Ermhof gewürdigt.

25 Persönlichkeiten und Institutionen erhielten aus den Händen von Kunstminister Bernd Sibler und im Beisein von Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, in der Alten Münze in München die Denkmalschutzmedaille 2019 für ihr herausragendes Engagement um die Denkmalpflege.

Für Zukunft sichtbar

Kunstminister Bernd Sibler betonte: "Unsere Denkmäler geben unserer Heimat ihr unverwechselbares Gesicht! Sie sind ein kostbarer Schatz unserer Kultur. Sie prägen unsere Identität in ganz besonderer Weise. Sie zu erhalten und zu pflegen heißt, das Gestern zu bewahren, es für die Zukunft sichtbar zu machen und Altes und Neues in einzigartiger Weise zu verbinden."

Die Preisträgerinnen und Preisträger aus ganz Bayern haben sich gemäß Presseinformation in vielfacher Weise für den Erhalt von Denkmälern verdient gemacht: Familien, Vereine, Dorfgemeinschaften, Heimatpfleger und Stiftungen haben Gebäude - vom Stadel bis zum Schloss - instandgesetzt, Bodendenkmäler erfasst und geschützt, und ihre Begeisterung für die Denkmalpflege weitergegeben.

Dafür sprach Staatsminister Sibler ihnen Dank und Anerkennung aus: "Sie helfen mit, Kultur lebendig zu halten, Baudenkmäler mit Leben zu füllen und Bodendenkmäler vor dem Vergessen zu bewahren. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz für die bayerische Denkmalpflege.!"

Mit Vorbildcharakter

Auch Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil dankte den Preisträgern und lobte: "Altes zu bewahren und es mit unseren heutigen Vorstellungen in Einklang zu bringen, ist nicht immer leicht - wie gut dies aber gelingen kann, zeigen die Träger der Medaille. Ihr sensibler Umgang mit der historischen Substanz, mit den Zeugnissen der Vergangenheit, hat Vorbildcharakter."

Vorschläge für die Auszeichnung mit der Denkmalschutzmedaille machen laut Pressestelle die Regierungen, Bezirke, Landkreise und Kirchen im Freistaat sowie der Bayerische Landesverein für Heimatpflege und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege. In diesem Jahr sind mehr als 100 Vorschläge eingegangen.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.