26.12.2019 - 10:53 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Oberpfälzer Weihnachtsabend in Neukirchen

Einen nicht alltäglichen Hörgenuss bescherten beim Oberpfälzer Weihnachtsabend der Heimatverein Birgland und die evangelische Kirchengemeinde allen Zuhörern in der vollen St.-Peter-und-Paul-Kirche in Neukirchen.

Der Oberpfälzer Weihnachtsabend der Birgländer in der St.-Peter-und-Paul-Kirche in Neukirchen brachte dem Publikum die Geschichte der Heiligen Nacht auf angenehme Weise näher.
von Autor MAGProfil

Das Wunder der Heiligen Nacht, dargeboten in heimischer Mundart und Tracht, garniert mit Orgel, Posaunenchor, Stubenmusik und Gesang versetzte die orientalische Geschichte in die rauhe Oberpfalz mit Schnee und Eis. Nach dem Eröffnungsstück des Posaunenchors mit "Freu dich Welt", begrüßte Pfarrerin Anja Matthalm die Zuhörer und dankte allen Gruppen für ihr Arrangement, diesen Abend kostenfrei zu gestalten. Alle überlieferten Ereignisse der Heiligen Nacht von Bethlehem wurden anschließend von den Mundartsprechern im weihnachtlich geschmückten Altarraum in Szene gesetzt.

Nach dem gemeinsamen Lied "Macht hoch die Tür", begleitet von Martina Späth an der Orgel, einem Flö- tenmusik- und Gesangsstück der Birgländer Stubenmusik und Sängerinnen, stimmte die Birgländer Lesegruppe mit dem von Hans Binder verfassten Mundarttext "D´Herbergssouch" ein.

Sprecherin Irmgard Gebhardt verstand es bestens, zusammen mit den anderen Darstellern Maria (Irene Kraus), Josef (Hans Pirner), Vetter (Hans-Gerd Königer), Kramer und Seppl (Franz Niebler), Girgl und Michl (Peter Grünthaler), Nachtwächta und König (Manfred Grädler), alle Abschnitte der Oberpfälzer Wirklichkeit anzupassen. Die Sängerinnen unterstützen mit "A Lichterschein liegt überm Land" und der Posaunenchor mit dem "Kommet ihr Hirten" diese Handlung.

Beim Abschnitt "Dou dein do wirkle d´Engl singa" brachten die Sängerinnen "Ein Befehl ist ausgegan gen" und bei "Vulla Milch a´ganze Flaschn",die Stubenmusik den Orgel-Landler zu Gehör. Nach den Texten der Sprecherin "Van Heiland und va seine Leit" intonierte der Posaunenchor "Ihr Kinderlein kommet", und die Sängerinnen schlossen sich mit "Geh, Loisel gschwind" an. Bei den Reimfersen "Doch sie woarn dankbar und a zfrien" spielte die Stubenmusik "Boum stehts gschwind auf". Nach dem Kapitel " Bei die Höita" und "Im Stoll" verdeutlichten die Stubenmusik mit "Sonnenschnee" und der Posaunenchor "Mit Tochter Zion" die Ankunft des Heilands in der Krippe.

Als die Geschichte "Die Stille Nacht" erreichte, erzählten Maria und Josef vom Geschehen der wundersamen Nacht. Nach dem "Herkommen ist heute die Nacht" der Sängerinnen neigte sich die Handlung zum Kapitel "Anbetung", wo es dann heißt "Wir wolln den neuen König sehn, der liegt im Stall von Bethlehem, sein Stern der hat uns hergeführt, wolln ihn anbeten wie´s gebührt. Mit dem "Es wir schou glei dumpa", des Posaunenchors und "A Löicht is af´kumma" der Sängerinnen, klang das weihnachtliche Mundart-Programm aus.

Pfarrerin Anja Matthalm dankte in ihren Schlussworten den Akteuren für diese schöne Mundart-Aufführung. Mit der "Kleinen Weihnachtsmusik" der Stubenmusik und dem gemeinsamen "O du Fröhliche" ging der Abend mit Orgelbegleitung zu Ende. Langanhaltender Beifall der Kirchengemeinde belohnte diesen schönen Oberpfälzer Weihnachtsabend.

 

 

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