Das Mofa-Cross in Neukirchen ist die einzige Motorsportveranstaltung, die es im Großraum Amberg und Sulzbach-Rosenberg noch gibt. Der Neukirchener Gastronom John Engelhard und die „Wülden Hund“ aus Sulzbach-Rosenberg leisten ihren Beitrag zum „Moto-Cross der Nationen“, bei dem nur Motoren mit bis zu 50 ccm zugelassen sind, also „Mofas“. Drei Wertungsklassen sind ausgeschrieben, die „Originalgetreuen“, die „Seriennahen“ und die Klasse „Tuning“. In Letzterer ist alles erlaubt, was das Mofa schneller macht, nur die Sicherheit der Crosser darf nicht gefährdet werden.
John Engelhard ist für den gut 1200 Meter langen Cross-Parcours verantwortlich, in dem schnelle Vollgas-Passagen plötzlich in engen Kurven enden und dann wieder „volle Pulle“ über Sprunghügel bis zur nächsten Spitzkehre. „Wichtig war beim 3-Stunden-Mofa-Cross, dass nichts passiert ist. Letztes Jahr machte uns Schlamm und Dreck zu schaffen, heuer waren es Staub, Staub und nochmals Staub, aber für was gäbe es sonst ein 20000-Liter Jauchefass voll Wasser“, so der Rennleiter. 30 Teams waren am Start, die Hälfte davon in der Tuning-Klasse. Mit dem LeMans-Start wurden die Serien-Mofas „losgelassen“. Dabei müssen die Crosser erst einmal etwa 50 Meter zu ihren Cross-Mofas sprinten, starten und los geht die wilde Jagd über drei Stunden. Mit laufenden Motoren standen die Mofas der Tuning-Klasse an der Startschranke und die Fahrer mussten sich entscheiden, ob sie sich auf die Zeitanzeige des Grit-Girls Eva oder deren Tattoos konzentrieren sollen. Die Startschranke fiel und dann waren nur noch Vollgas oder kurzes Anbremsen gefragt.
"Strategen" und "Schopperer"
Fantasievoll waren die Team-Namen wie „Strategen“ oder „Bis eine weint“. Die „Schopperer“ traten in der seriennahen Klasse an und in der Tuning-Klasse hatten die „Wülden Hund“ und „Bora-Bora“ ihr Heimspiel. Grundsätzlich durften die Teams die Fahrer wechseln, während die Zeit natürlich weiterlief. Alleine unterwegs waren der spätere Sieger Tom Mühlbauer (TRM Racing, Berchtesgaden) und Max Almenräder (Crazy Bulls, Megesheim), aber sie hielten die drei Stunden plus 15 Minuten Zwangspause für die Wässerung des Cross-Parcours eisern durch.
110 Runden hatte Tom Mühlbauer letztes Jahr gedreht, auf 93 Runden brachte er es am Samstag, nur Max Almenräder konnte da mithalten. Mit 92 Runden landeten John Engelhard, Daniel Kempf und Kilian Schmidt (Bora-Bora) auf dem vierten Platz, Sechste wurden die „Wülden Hund“ mit Matthias Pöllinger und Kevin Geyer. Mit dabei war beim 3-Stunden-Mofa-Cross zum x-ten Mal Wolfgang Schmid, der Zeitnehmer aus dem ADAC-Gau Südbayern. 80 Jahre wird er dieser Tage und schon weit über 500 Mal war er für Rundenzählen verantwortlich oder achtete als Sportkommissar darauf, dass die Sportstatuten eingehalten werden. Jedem Mofa wurde ein Transponder zugeordnet, der beim Überqueren der Induktionsschleife im Start-Ziel-Bereich einen Impuls auslöste und die gefahrenen Runden aufaddierte. Den 1200 Meter langen Cross-Parcours schafften die schnellsten Crosser knapp unter zwei Minuten.
„Shootout-Rennen“
Nach dem 3-Stunden-Mofa-Cross gab es noch das „Shootout-Rennen“ bei dem ähnlich dem Kinderspiel „Reise nach Jerusalem“ nach jeder Runde der Letzte ausschied. In den Klassen „Originalgetreu“ und „Seriennah“ gewann Sachs Racing, die Tuning-Klasse sicherte sich Yellow Arrow.
Beim Mofa-Rennen in Neukirchen wurde auch das „Moto-Cross der Nationen“ entschieden. Das Team „Bis eine weint“ aus Trabitz gewann die Klasse „Originalgetreue“, die Klasse Seriennah holten sich Sachs Racing aus Ebern, Team Crazy Bulls aus Megesheim die Tuning-Klasse.
Ergebnisse der Klassen
Ergebnisse: Originalgetreue Klasse: 1. Team „Bis eine weint“, 78 Runden; 2. Team „Strategen“, 77 Runden; 3. MC Edelherb, 67 Runden.
Seriennahe Klasse: 1. Sachs Racing, 83 Runden; 2. „Strategen 2“, 80 Runden; 3. Schopperer, 80 Runden.
Tuning-Klasse: 1. TRM-Racing, 93 Runden; 2. Cracy Bulls, 93 Runden; 3. „Yellow Arrow“, 92 Runden.





















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