In Neunaigen wird Wasserleitung gebaut

Der Bau der Wasserleitung von Kemnath nach Mertenberg befindet sich kurz vor dem Abschluss. Im nächsten Schritt kommen entlang der Ortsdurchfahrt Neunaigen die Rohre unter die Erde.

Der Bau der neuen Wasserleitung in Neunaigen beginnt beim Dorfweiher. Vorsorglich ist dieser Teich trockengelegt worden.
von Richard BraunProfil

In der Sitzung des Zweckverbands zur Wasserversorgung Neunaigen/Kemnath wurden die nächsten Verfahrensschritte festgelegt. Vorsitzender Vitus Bauer gab einen kurzen Abriss über die Arbeiten der vergangenen Wochen.

Der enge Zeitplan für den Bau der Wasserleitung von Kemnath nach Mertenberg, der durch den Bau der Umgehungsstraße vorgegeben war, konnte demnach eingehalten werden. Die noch anstehenden Restarbeiten tangieren den Straßenbau nicht mehr. Auch der Rohrbruch beim Wasserwerk ist inzwischen behoben. Nachfließendes Grundwasser gestaltete die Arbeiten besonders schwierig.

Als nächster Schritt steht der Leitungsbau im Ortsbereich von Neunaigen an, der im Zuge des Ausbaues der Ortsdurchfahrt erfolgt. Baubeginn ist in dieser Woche. Im Hochbehälter Schmalhof muss eine Förderpumpe erneuert werden. Dies ist notwendig, damit das Trinkwasser in ausreichender Menge nach Döswitz und Friedersdorf gefördert werden kann. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 6500 Euro. Die Erneuerung der Wasserleitung von Neunaigen nach Schmalhof wird voraussichtlich im kommenden Jahr in Angriff genommen. Die Planung erfolgt aber noch heuer. Den Auftrag erhielt das Ingenieurbüro Schultes zum Angebotspreis von 26 786 Euro.

Aus Gründen des Datenschutzes muss die Satzung für die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung geändert werden. Da zum größten Teil der Wasserverbrauch bereits mittels elektronischer Wasserzähler mit Funkausrüstung ermittelt wird, ist dafür die Einwilligung jedes Verbandsmitglieds erforderlich. Dagegen kann Widerspruch eingelegt werden, dann erfolgt das Zählerablesen wie bisher. Die neuen Zähler haben gegenüber den alten Geräten den Vorteil, dass sie nur alle zehn Jahre ausgebaut und geeicht werden müssen. Bei den alten Zählern betrug die Eichzeit fünf Jahre.

Um auch weiterhin in den Genuss der bisherigen Fördersätze von 40 bis 50 Prozent zu kommen, muss ein entsprechender Förderantrag für die noch anstehenden Maßnahmen zur Wasserleitungserneuerung gestellt werden. Das Förderprogramm läuft allerdings nur noch eineinhalb Jahre, es besteht keine Garantie für eine Förderung. Vorausschauend werden alle anstehenden Maßnahmen in den Förderantrag aufgenommen. Bürgermeister Josef Reindl aus Schnaittenbach fasste den momentanen Stand der Wasserleitung zusammen: „Ein Drittel der Leitungen ist gebaut, ein weiteres Drittel muss noch gebaut werden und nur ein Drittel kann auf später verlegt werden.“

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