Neunburg vorm Wald
13.03.2023 - 15:36 Uhr

Der "Addnfahrer" sorgt für eine brechend volle Schwarzachtalhalle

Die Schwarzachtalhalle bietet Platz, viel Platz. Es ist nicht alltäglich, dass sie bis auf den letzten Winkel besetzt ist. Der "Addnfahrer" schafft das mit seinem Programm "S`Lem is koa Nudlsubbn".

Der "Addnfahrer" lockte mit seinem Programm "S`Lem is koa Nudlsubbn" das überwiegend jüngere Publikum mit seinen bayrisch-derben Sprüchen in Scharen herbei. "Versorgt`s eich no mit Bier, der Abend wird lang", empfahl der "Addnfahrer", der eigentlich Thomas Willibald heißt und aus dem Isarwinkel bei Bad Tölz kommt, bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung, als er zum Aufheizen auf die Bühne trat.

Mit der Musik von "Mr. Boombastic" und lautem Gejohle der Zuschauer wurde der Kabarettist mit Arbeitshut, signalfarbenen Hosenträgern und einer Flasche Bier in den Händen zum Auftritt empfangen. Nach seinem "Hawadeere" gab er "Vollgas, dass die Fetzen fliegen". In der Schusslinie stand der siebenjährige Lukas, der mit seiner Mama Jasmin gekommen war: "Lukas, du wirst heute Abend viele Fragen an deine Mama haben." Vom ersten Moment an riss der Internetstar "Addnfahrer" seine Fans, die ihn aus den sozialen Medien kennen, mit. Sein Lachen, Quietschen, Prusten und Quäken kann man finden wie man will, doch es steckt an, und vielen seiner unnachahmlichen "Kickser", die er meist schon vor seinen Witzen losließ, folgten die Lacher des Publikums.

"Addn" heißt Egge

Der "Addnfahrer" (Addn sagt man im Tölzer Land zur Egge) spannte den Bogen von seiner schwierigen Geburt mit einigen Überraschungen über die Musterung bei der Bundeswehr, bei der ihm als Zweizentner-Mann die höchste Untauglichkeit bescheinigt wurde, bis zur ersten Liebe zur Lisa. Mit seinem Bruder Florian, einem Maurer, für den "ein Tragl Bier pro Tag zu den Grundnahrungsmitteln gehört", habe er allerhand angestellt, was er mit vollem Stimmeinsatz, Gestik und Mimik dem Publikum aufzeigte. Das Praktikum bei einem Schmied habe ihn zu der Erkenntnis gebracht, dass er durch die Schwarzarbeit mehr verdient als sein Lehrer auf der Hauptschule. Seinen Misserfolg beim Quali kompensierte er so: "Hauptsach i bin gsund."

Derb und schlüpfrig

Das Publikum bog sich vor Lachen, als er den "Führerschein zur Fortpflanzung" schilderte und detailliert erklärte, wie die einzelnen "Fahrstunden" aussehen könnten. Schlüpfrig und derb war auch die Schilderung des ersten Kusses mit Lisa: "I bin an dera droghengt wia a Keiwl am Muichkübl." Ob der Videokassetenabend mit Lisa, der mit einem durchgebrochenen Bett endete, oder der Thailandurlaub, der "Addnfahrer" hat alle Facetten des Lebens humorvoll durchleuchtet und vorgestellt.

Seine Fans hatten genau so einen Abend mit Dauerlachen und Schenkelklopfern erwartet, eben so, wie man ihn von Facebook und Instagram kennt.

 
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