Die Schwarzachtalhalle ist am Samstag, 29. September, kein Platz für leise Töne: Um 19 Uhr beginnt dort eine Wahlkampfveranstaltung der AfD mit Bundesvorsitzendem Jörg Meuthen. Das ruft Gegner auf den Plan, die Stellung beziehen wollen zu rechtsradikalen Tendenzen der Partei.
Unabhängig voneinander haben nach Bekanntwerden des AfD-Termins der Neunburger Kulturverein "Black River Culture Club" und das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte eine Kundgebung vor der Halle beantragt. Diese Protestveranstaltung am Samstag ab 17.30 Uhr wird unterstützt von der lokalen SPD, den Grünen, der FDP, den Linken sowie dem DGB und deren Jugendorganisationen, informiert Eva Kappl in ihrer Funktion als Sprecherin beim Bündnis für Toleranz. Für die Stadt als Hausherr zeigt Bürgermeister Martin Birner sein Gesicht - an der Seite der Kundgebungs-Teilnehmer des Bündnisses.
"Für mich ist das kein Widerspruch", stellt der Bürgermeister klar. "Die AfD ist eine demokratische Partei und hat deshalb genauso das Recht, die Halle zu mieten wie andere Parteien", verdeutlicht Birner und bezieht doch eindeutig Position: "In Chemnitz haben die AfD-Politiker ihre Maske fallen lassen und gezeigt, wie extrem sie nach rechts gerückt sind." Das könne man nicht wegdiskutieren. Um so wichtiger sei es nun, den Bürgern zu sagen, dass solche Leute "in der Demokratie nichts verloren haben". Erschreckend für ihn bei der Bundestagswahl: "800 Leute aus unserem Raum haben die AfD gewählt, und das ohne Direktkandidat." "Lasst und gemeinsam Gesicht zeigen für Toleranz und Menschenrechte und eine wehrhafte Demokratie - bunt, kreativ und laut", fordert Kappl als Konsequenz.
Lautstark "ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz setzen", darum geht es laut Hans Fleischmann dem "Black River Culture Club", der dieses Anliegen mit Musik untermauert. Mitglieder der Neunburger Formation "Stereostoned" sind auch dabei.



















Sehr geehrtes Fräulein Maier, Ihr Kommentar: "Wer in 20 Jahren noch lebt, wird sich wundern, wo unsere Rechte geblieben sind! Gerade die jetzigen „Gutmenschen und Multikultivertreter“ werden sich wundern, wenn sie wegen ihrer Gesinnung ( Homoehe, Gleichberechtigung und andere Rechte für die Jahrzehnte gekämpft wurde) verfolgt werden", ist nicht nur politisch, sondern auch geschichtlich falsch. Gleichberechtigung und Frauenrechte wurden nicht von Rechten, sondern gegen rechte Gesellschaftsschichten erkämpft, -aber egal! "Menschen werden wegen ihrer politischen Meinung verfolgt", hatten wir von 1933 -1945 zur Genüge! Ich empfehle den Grundkurs Geschichte.
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Ich war dort! Ich habe ihm zugehört! Vor der Halle ein Gegröhle von Krawallmachern, die mit Hilfe von einem Mikro einfach ihren Schwachsinn von sich gegeben haben. Ja , so ist das, jeder darf sagen was er möchte. Halt! Da habe ich mich geirrt! Jeder darf sagen, was diese bezahlten Krawallmacher, meist ohne Bildungshintergrund und vor allem ohne Anstellung , erlauben. Herr Meuthen spricht unangenehme Themen an, äußert keinen Rassismus, kann nur leider auch nicht zaubern und die Fehlpolitik der Vergangenheit ungeschehen machen. Was wollt ihr Kritiker eigentlich? Die etablierten Parteien lügen und seit Jahren an, machen Versprechen, die sie nicht halten... Ich sehe die Entwicklung in Deutschland und sehr mit Entsetzen, dass sich alles wiederholt, was nie mehr sein sollte: Menschen werden wegen ihrer politischen Meinung verfolgt, es gibt nur noch eine Volksparole ( bunt statt braun- was eigentlich ohne Sinngehalt ist!) und die Presse schreibt schon lange nicht mehr , was Sache ist. Da kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Dummheit ein dominantes Gen ist, da die Verblödung weit fortgeschritten ist. Eine links-kommunistische Minderheit der Bevölkerung hat es geschafft die Politik zu bestimmen, weil die normalen Bürger zu faul, oder zu feige sind einfach nur aufzustehen und nein zu sagen, zum Ausverkauf unserer Heimat.
Deutschland hat sich schon abgeschafft. Wer in 20 Jahren noch lebt, wird sich wundern, wo unsere Rechte geblieben sind! Gerade die jetzigen „Gutmenschen und Multikultivertreter“ werden sich wundern, wenn sie wegen ihrer Gesinnung ( Homoehe, Gleichberechtigung und andere Rechte für die Jahrzehnte gekämpft wurde) verfolgt werden. Ich hab kein Problem damit. Ich hab mir schon mal einen Platz im Ausland, in einem Land, in dem es noch normalen Menschenverstand gibt, gesichert.
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Die AfD (z.B. Böhringer, Weidel u.a.) schreiben ja ständig, dass der Zusammenbruch Deutschlands unmittelbar bevorsteht. Ich beglückwünsche Sie zur ihrer Option mit einem Platz im Ausland. Sie sollten jetzt schnell handeln, bevor die "links-kommunistische Minderheit" den Flug- und Autoverkehr sabotiert und Sie es ins Ausland nicht mehr schaffen!
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Es lohnt sich, Herrn Prof. Meuthen zuzuhören!
Ich habe im Bundestagswahlkampf in Neutraubling eine AfD-Veranstaltung mit Herrn Meuthen besucht. In der Anfangsphase hatte man die AfD noch etwas spöttisch Professoren-Partei genannt, Meuthen wird dem gerecht. Ich war schon bei Wahl-Veranstaltungen mit Prof. Meuthen, Herrn Boehringer (Autor von Holt unser Gold heim), dem Gymnasiallehrer für Geschichte Herrn Höcke und Frau Dr. Weidel. Welche andere Partei kann auf diesem hohen Niveau ihre politischen Positionen präsentieren?
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
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Jörg Meuthen kommt nach Neunburg und der AfD-Anhang steht Kopf!
Man fragt sich, welche Person löst solche Begeisterung und Aufregung unter Anhängern und Gegnern der AfD aus? Auch in meinem Freundeskreis haben sich einige ehemalige CSU-Wähler der AfD zugewandt. Facharbeiter bei BMW, Ehefrau bei Leiharbeitsfirma, gut situiert, eigenes Haus usw. Während der Bankenkriese (2008) hat die Familie einen 5-stelligen Betrag verloren. Zukunftssorgen bereiten vor allem die Höhe der Renten und der Wertverlust der privaten Altersvorsorge. Für politische Hintergründe haben sich meine Freunde nie sonderlich interessiert, weshalb sie als Musterbeispiel für viele andere Familien in Deutschland gelten kann.
Kann Jörg Meuthen und die AfD tatsächlich als „Retter der kleinen Leute“ gelten, oder lohnt eine nähere Betrachtung ihrer Positionen?
Die AfD wurde ursprünglich von einem neoliberalen Wirtschaftsprofessor (Lucke) gegründet und wird nun von einem neoliberalen Wirtschaftsprofessor geführt (Meuthen), um die Interessen einer wohlhabenden Bevölkerungsschicht, mit neoliberalen bis national-konservativen Ansichten, politisches Gehör zu verschaffen. Sie wurde zunächst auch als „Professorenpartei“ bezeichnet.
So fordert die AfD auch gewaltige Steuerreformen: Die Mehrwertsteuer soll um gleich sieben Prozentpunkte gesenkt werden, was für den Staat hohe zweistellige Milliardenverluste bedeuten würde. Hinzu kämen ein weiteres Milliardenminus bei der Gewerbesteuer und der Erbschaftsteuer, welche die AfD ganz abschaffen will. Die Körperschaftssteuer und Einkommenssteuer für hohe Einkommen sollen jeweils gesenkt werden. Konzepte zur Gegenfinanzierung sucht man vergeblich.
Damit erinnert die AfD tatsächlich an Trump oder an ihr britisches Vorbild Ukip. Die Brexit-Befürworter versprachen kinderleichte Austrittsverhandlungen und große wirtschaftliche Vorteile. Sie waren aber so schlecht vorbereitet, dass die Gespräche bis heute kaum vorankommen. In Amerika glaubten tatsächlich viele Arbeiter und Teile der Mittelschicht, dass Trump ihre Interessen vertritt. Tatsächlich schaffte er deren Krankenversicherung ab und beschloss die größte Steuersenkung der Geschichte für Einkommensmillionäre.
Jedem Wähler der AfD sollte klar sein, welche Ziele diese Partei tatsächlich verfolgt. Wie in vielen entscheidenden Fragen, hält sich die Partei auch in der Rentenfrage bedeckt, man habe noch keine Konzepte und Beschlüsse meint Gauland. Meuthen wird zur Rente schon deutlicher: Er möchte die Rentenversicherung privatisieren, wie er jüngst ankündigte. Er selbst ist als Professor und Abgeordneter hervorragend staatlich garantiert abgesichert. Die Mehrheit der Bevölkerung soll derartige Vorzüge nicht erhalten, so der Wille des AfD-Chefs. Die Allianz, oder ein Hedgefonds soll also künftig für die Rentenversicherung zuständig sein, mit allen entsprechenden negativen Konsequenzen.
Der beklagenswerte Zustand der gesetzlichen Renten in Deutschland wurde maßgeblich von neoliberalen Wirtschaftsprofessoren erarbeitet und von Abgeordneten beschlossen, die in den Aufsichtsräten von den großen Versicherungskonzernen sitzen. Die AfD möchte diese unheilvolle Tradition offensichtlich fortsetzen.
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Im Wahlkampf wird plakatiert und suggeriert, dass die AfD für höhere Renten sorgen wolle. Ich beziehe mich auf das wenige (Privatisierung), was die AfD (Meuthen und Weidel) bisher dazu verlautbaren ließ. Wie zu erwarten, verweist Meuthen, ebenso wie Gauland, auf Diskussionen in den zuständigen Fachausschüssen und spätere Parteitagsbeschlüsse. Diese und andere notwendige Diskussionen werden die AfD zerreißen, zwischen dem neoliberalen „Wirtschaftsflügel“ (z.B. Gauland, Meuthen und Weidel) und dem sozial-nationalen Flügel (z.B. Höcke). Von einer im Bundestag vertretenen Partei erwartet die Bevölkerung, zu Recht, sehr viel mehr.
Es besteht die begründete Gefahr, dass die AfD alles nur noch schlimmer macht, getreu dem Vorbild Trumps.
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Jede Partei hat das Recht sein Wahlprogramm vorzustellen, auch die AFD!
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