Um Schutz für Pferd und Reiter sowie das Vieh baten die Teilnehmer bei der Wallfahrt zur Leonhardi-Kapelle bei Seebarn. Rund 80 Pferde bildeten den Zug. Von der Koppel der Familie Turban in Diendorf nahm die traditionelle Wallfahrt mit Pferden und Kutschen ihren Anfang. Angeführt vom Musikverein Seebarn nahm der Zug über Gütenland seinen Weg zur Dorfkapelle St. Leonhard.
Dort begrüßte Bürgermeister Martin Birner mit seiner Stellvertreterin Margit Reichl die vielen Gäste: "Wir sind stolz auf diese traditionelle Brauchtumsveranstaltung." Sein Dank galt dem Heimatverein mit Adolf Greiner an der Spitze sowie den Reitern für das Schmücken der Pferde. "Begeistert" zeigte sich auch stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl, die zum ersten Mal an dieser besonderen Wallfahrt teilnahm. Viel Aufwand stecke dahinter, sagte sie, aber dies sei auch ein lebendiges Glaubenszeugnis.
Pfarrer Theo Schmucker erinnerte im Gottesdienst in der Kapelle an das Leben des Heiligen Leonhard sein Leben. Sein Gedenktag ist der 6. November. Der Höhepunkt der Leonhardi-Wallfahrt, die im vergangenen Jahr wegen der Pandemie ausgefallen war, war die Segnung der Pferde durch den Geistlichen. Bürgermeister Birner verteilte als Andenken die Leonhardi-Rosetten. Vor der Kapelle konnten die traditionellen "Leonhardizelten" gegen eine Spende entnommen werden. Diese Brotstücke mit Sauerteig für die Tiere sollen bei den Pferden für Gesundheit und Fruchtbarkeit sorgen.
Leonhard von Limoges
- Der Hl. Leonhard von Limoges soll im sechsten Jahrhundert in Frankreich gelebt haben.
- Auf sein Gebet hin sollen die Ketten Gefangener zersprungen sein. Deshalb wird er "Kettenheiliger" genannt und ist Patron der Gefangenen.
- Vor allem in Bayern gilt er seit dem 11. Jahrhundert als Schutzheiliger des Viehs, besonders der Pferde.















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