18.09.2019 - 14:47 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Aufräumaktion im Schwarzachtaler Heimatmuseum

Alles muss raus. Und das ist im Fall des Depots des Schwarzachtaler Heimatmuseums sehr viel. Innerhalb einer Woche soll der Dachboden des alten Schlosses leer sein.

von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Da hat sich Einiges angesammelt: Das Schwarzachtaler Heimatmuseum wurde im Jahr 1910 gegründet. Etwa in den 1980ern entstand das Depot, in dem all die Gegenstände verwahrt werden, die in der Ausstellung keinen Platz haben. "Wir waren nicht besonders kritisch, was das annehmen von Objekten angeht", gesteht Theo Männer, der Museumsleiter. Und so wurde der Dachboden des Schlosses aus dem 15. Jahrhundert voll mit wertvollen Objekten, aber auch mit Gegenständen, die höchstens noch einen sentimentalen Wert haben, gefüllt.

Zwischen Kunst und Krempel

Zwischen den knarzenden Dachbalken finden sich kleine Schätze aus allen Bereichen des Lebens: alte Kirchenbänke, Haushaltswaren, wie eine Schokoladen-Schachtel, eine Waage für den Einzelhandel, wie sie zum Beispiel Metzger benutzten, oder landwirtschaftliche Geräte. Besonders stolz ist Männer auf die Türensammlung: "Immer, wenn eine Gebäude in der Umgebung abgerissen wurde, habe ich mich bemüht, die Türen zu retten." Eiserne, hölzerne, große, kleine, schlichte, verzierte - an die Hundert Türen sind im Museum verteilt. Baugeschichtlich haben sie eine besondere Bedeutung. Sie sind der Spiegel einer längst vergangenen Zeit.

Statik des historischen Gebäudes leidet

Jetzt muss erstmal alles raus. "Die Statik hat unter den ganzen Gegenständen gelitten", erklärt der Ausstellungsplaner Dr. Rainer Tredt, von RT-CConcepts in Eichstätt. Einen Vorentwurf für die Konzeption des neuen Depots gäbe es bereits, die Details können aber erst dann geplant werden, wenn alles ausgeräumt ist. Das schaffen viele fleißige Hände. Zum einen sind das ehrenamtliche Helfer des Arbeitskreises Museum (AKM) aber auch Bauhof-Mitarbeiter, beauftragt vom Bauherrn, der Stadt Neunburg vorm Wald.

Wo die Gegenstände zwischengelagert werden, wollten die Organisatoren für sich behalten. Bis sie wieder zurück in das alte Schloss dürfen, könnte es aber noch einige Zeit dauern. Nun heißt es, den Holzwurm zu vertreiben und den Dachstuhl von 1857 zu sanieren.

Vergangenes Jahr besuchte der Stadtrat das Depot

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