02.07.2021 - 11:57 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Freie Fahrt auf Neunburgs "Hauptschlagader": Auf der Amberger Straße darf wieder der Verkehr rollen

Baustelle mit Punktlandung: Wie geplant, ist die Sanierung der Amberger Straße in Neunburg Anfang Juli abgeschlossen. Ab Freitagmittag läuft der Verkehr über den Plattenberg. Das Neunburger "Tor in die weite Welt" steht damit wieder offen.

Freie Fahrt den Plattenberg hinauf: Gemeinsam mit Stadträten, Vertretern beteiligter Firmen und Behörden gaben Bürgermeister Martin Birner (Zweiter von links) und Wolfgang Wetter (Vierter von links, Ingenieurbüro Weiß) die sanierte Straße frei.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Egal, ob Auto, Lastwagen oder Traktor, Einheimische oder Urlaubsgäste – wer von Neunburg aus weiter in Richtung Schwandorf oder zur Autobahn möchte, fährt über die Amberger Straße und den Plattenberg hinauf. Als "Hauptschlagader zur Stadt" bezeichnete Bürgermeister Martin Birner diese Gemeindestraße und hob damit die Bedeutung dieser Verbindung hervor, die auch als "Neunburger Tor in die weite Welt" bezeichnet wird.

In den vergangenen drei Monaten hat die Stadtverwaltung diese wichtige Verkehrsachse auf Vordermann bringen lassen. Ab 12. April rollten die Baumaschinen für die Sanierung des knapp einen Kilometer langen Straßenabschnitts. Was dabei alles zu erledigen war, skizzierte Ingenieur Wolfgang Vetter, Vertreter des Neunburger Planungsbüro Weiß, beim offiziellen Termin zur Straßenfreigabe am Freitagvormittag. Er nannte den Vollausbau eines Teilbereichs und zählte eine Oberbau-Verstärkung, eine erneuerte Entwässerung, einen reparierten Gehweg und eine Leitplanke auf.

Die Gesamtkosten des Projekts bezifferte der Bürgermeister auf 600 000 Euro. Wie aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung hervorgeht, sind in der Summe auch die Anbindung der erneuerten Trasse an die Staatsstraße 2151 und die Kosten für die Entsorgung von belastetem Material enthalten.

Mit einem Lob bedachte der Bürgermeister die ausführende Baufirma Fischer aus Rötz. Es sei ihr erster Auftrag im Stadtgebiet gewesen, die Arbeiter hätten das Projekt "sehr zügig und wunschgemäß" erledigt. Mit der Fertigstellung Anfang Juli sei den Unternehmen eine "Punktlandung" geglückt. Als Subunternehmer für die Aspaltarbeiten war die Firma Huber, ebenfalls aus Rötz, mit im Boot. Die Ausschreibung und die Bauleitung für das Vorhaben hatte das Ingenieurbüro Weiß übernommen.

Georg Braun, dem Bauleiter der Firma Fischer, war es ein Anliegen, für das harmonische Miteinander zu danken. Wo es immer möglich gewesen sei, habe man versucht, die Anliegen von Bewohnern entlang der Baustelle zu berücksichtigen. Mit Blick auf nötige Umleitungen sei dabei auch mal auf "unbürokratische Lösungen" gesetzt worden. Bürgermeister Martin Birner erwähnte eine im Ortsteil Wilbersdorf ansässige Firma, mit denen während der Bauphase enge Absprachen wegen des Lieferverkehrs stattgefunden hatten. Seinem Wissen nach jedenfalls sei die Baustelle "ohne Beschwerden abgelaufen".

Zum Abschluss war es allen Beteiligten noch ein Bedürfnis, Verkehrsteilnehmern und Anliegern für ihr Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauphase zu danken. Viele hätten schon "sehnsüchtig gewartet", so Martin Birner, dass die Arbeiten erledigt sind. Der Verkehr war in dieser Zeit über die Neukirchner Straße in Neunburg umgeleitet worden.

Der Bürgermeister merkte noch an, dass mit dem Abschluss dieser Maßnahme nun alle Ein- und Ausfallstraßen nach Neunburg erneuert seien, die in der Baulast der Stadt liegen. Nachdem hier ursprünglich "jahrzehntelang nichts gemacht" worden sei, habe man zuletzt nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur getätigt.

Auch Neunburgs Nachbarstadt Oberviechtach steckt Geld in ihr Straßennetz

Oberviechtach

"Diese Straße ist die Hauptschlagader zur Stadt Neunburg."

Bürgermeister Martin Birner

Bürgermeister Martin Birner

Hintergrund:

Straßenausbau in der Amberger Straße im Detail

  • Ausbaulänge: knapp 1000 Meter
  • Gesamtkosten: 600 000 Euro
  • Arbeiten: Sanierung eines Teilbereichs der Amberger Straße bis zur Kreuzung mit der Staatsstraße 2151 am Plattenberg. Erneuert wurden Straßenabläufe, Durchlässe bei Feldzufahrten, Granitborde und der Granit-Zweizeiler, der zur Entwässerung des Oberflächenwassers dient. Weitere Teilprojekte: Aufbringen eines neuen Deckenbelags, Herstellen der Bankettbefestigung, Erneuerung von Schutzplanken, Straßenmarkierungen und Leitpfosten.
  • Bauzeit: 12. April bis 3. Juli
  • Bauherr: Stadtverwaltung Neunburg
  • Beteiligte Baufirmen: Fischer und Rappl aus Rötz. Planungsbüro: Ingenieurbüro Weiß (Neunburg)

 

 

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