03.05.2021 - 15:46 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Auch IT-Lehrer erhalten Unterstützung

„Jetzt zahlt sich aus, dass wir bei der Digitalisierung frühzeitig die Weichen gestellt haben“, sagt Bürgermeister Martin Birner. So komme die Mittelschule „besser durch die Pandemie als andere“. Nun wird auch personell nachgelegt.

Die Lehrkräfte Michael Weiß (vorne) und Markus Binder (links) und Rektorin Irene Träxler (Zweite von links) lassen MdB Karl Holmeier (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Martin Birner (rechts) am Distanzunterricht an der Neunburger Mittelschule teilnehmen.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier überzeugte sich bei seinem Besuch am Mittwoch vom Vorbildcharakter der Neunburger Mittelschule in Sachen Digitalisierung und wünschte sich ähnliches Engagement auch von anderen Kommunen. Er appelliert an die Städte und Gemeinden, die Bundesmittel abzurufen und die Digitalisierung an den Schulen voranzutreiben.

Über die technische Ausstattung kann sich Rektorin Irene Träxler nicht beklagen. Jeder Schüler hat ein Tablet, die Klassenzimmer sind mit digitalen Tafeln bestückt. Was sich die Schulleiterin wünscht, ist eine externe Zusammenarbeit mit einem Systembetreuer. „Unsere IT-Lehrer brauchen dringend Unterstützung“, gibt Irene Träxler dem Bürgermeister zu verstehen. Martin Birner hat bereits reagiert und die Stelle eines IT-Fachmannes ausgeschrieben.

Die Neunburger Mittelschule besuchen 310 Schüler. 125 von ihnen befinden sich im Präsenzunterricht. Darunter auch eine „Deutsch-Klasse“ mit Schülern aus sechs verschiedenen Nationen, bei denen die sprachlichen Grundlagen gelegt werden müssen. Die meisten Schüler aber sitzen zu Hause vor ihren Tablets und nehmen am Distanzunterricht teil. Konrektor Markus Binder und seine Kollegen stellen den Kontakt zu den Schülern her. Je nach Stundenplan, genauso wir im Präsenzunterricht.

Das Lernen in der virtuellen Welt könne aber das Klassenzimmer nicht ersetzen, ist sich Schulleiterin Irene Träxler bewusst. „Es leiden die sozialen Kontakte und die individuelle Förderung der Schüler“, so die Rektorin. Sie erkennt aber auch Vorteile im Distanzunterricht: „Die Schüler werden zu Disziplin und Eigenverantwortung erzogen". Regelmäßig holen sich die Lehrer ein Feedback ein und fragen bei den Schülern nach, wie sie mit dem Distanzunterricht zurechtkommen. „Die Schüler müssen sich also selber einschätzen“, nennt Konrektor Markus Binder einen weiteren Vorteil dieser Lernplattform.

Die meisten Eltern haben die Schüler-Tablets selbst finanziert. Sozial schwache Familien erhalten für ihre Kinder Leihgeräte. Damit erübrige sich auch die viel diskutierte Handy-Nutzung an der Schule, gibt die Schulleiterin zu verstehen. Was ihr eher Sorge macht, ist die W-Lan-Leistung. Doch auch hier will die Stadt nachrüsten. „In Kürze werden alle Schulen einen Glasfaseranschluss bekommen“, kündigt Martin Birner an.

Die Anfänge des digitalen Unterrichts

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