24.03.2021 - 15:22 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Neunburg gibt satten Zuschuss zum neuen Hirschbergturm

Es bleibt dabei: Beim Neubau eines Aussichtsturm auf dem Hirschberg bei Fuhrn wird die Stadt Neunburg bis zu 70 000 Euro beisteuern. Ob außerdem eine weitere Gemeinde das Projekt mitfinanziert, ist noch nicht geklärt.

Geschützt in einer Einhausung schmückt ein Modell des bisherigen Hirschbergturms seit dem vergangenen Jahr den Dorfplatz in Fuhrn.
von Helga ProbstProfil

Der Antrag des Naturparkvereins Oberpfälzer Wald für einen Zuschuss beim Neubau des Hirschbergturms stand im Neunburger Stadtrat erneut auf der Tagesordnung. Im Februar war die Entscheidung über den Zuschuss noch zurückgestellt worden. Grund war die Anregung von Stadtrat Walter Drexler (Freie Wähler), doch weitere der angrenzenden Naturpark-Gemeinden mit ins Boot zu holen. Der Kostenanteil von Neunburg sollte dann geringer ausfallen.

Drexler äußerte sich in der Sitzung nicht mehr zu seinem Antrag, da er in den sozialen Netzwerken harsche Kritik dafür einstecken musste. Fraktionssprecher Martin Scharf klärte auf, dass die Freien Wähler selbstverständlich für den Neubau des beliebten Aussichtsturms seien. Neunburg sei aber nicht der Hauptprofiteur dieses Ausflugszieles, und die Freien Wähler fänden die 20 Prozent Kostenbeteiligung nicht gerechtfertigt.

Der Entwicklungsausschuss des Schwandorfer Kreistages hat den Weg für den Neubau des Aussichtsturms frei gemacht

Schwandorf

Christian Meyer vom Naturparkverein Oberpfälzer Wald präsentierte die Eingabeplanung und erläuterte die Finanzierung. 362 950 Euro wird der 30 Meter hohe Turm voraussichtlich kosten. Davon gehen 50 Prozent Förderung ein, was 181 475 Euro entspricht. Der Naturparkverein übernimmt zehn Prozent (36 295 Euro). Nicht üblich sei es, dass sich der Landkreis an der Maßnahme beteiligt und 20 Prozent der Gesamtkosten mit 72 590 Euro übernehme, machte Meyer deutlich. Für Neunburg bleiben dann ebenfalls 72 590 Euro übrig. „Das ist die generelle Vorgehensweise“, sagte der Vertreter des Naturparkvereines.

Um möglicherweise eine weitere Gemeinde bei der Finanzierung mit ins Boot zu holen, habe Bürgermeister Martin Birner Kontakt zu seinem Kollegen Georg Hoffmann aus Bodenwöhr aufgenommen. Der Ort gehöre zwar einem anderem Naturparkverein an, aber Hoffmann habe sich in dem Gespräch sehr aufgeschlossen gezeigt und wolle den Vorschlag zu einer Beteiligung seinem Gemeinderat vorlegen, berichtete Birner. Die vom Naturparkverein angestrebte Finanzierung wurde vom Neunburger Stadtrat mit 14:5 Stimmen genehmigt. Die Freie-Wähler-Fraktion stimmte geschlossen dagegen.

Die Errichtung eines Kneippbeckens im Stadtpark in der Grünfläche zwischen Kiosk und Fußgängerbrücke zur Altstadt wurde von allen Stadträten sehr begrüßt. Stadträtin Verena Binder regte an, das Fußbecken noch um ein Armbecken zu erweitern, wenn es möglich sei. Bürgermeister Birner signalisierte, das zu prüfen und wird die Aufträge vergeben. Der Eigenanteil der Stadt wird auf 28 861 Euro geschätzt.

Stadtrat Konrad Hoch (Freie Wähler) versagte seine Zustimmung, aber die Planung zur Errichtung einer Fischschleuse an der Vorsperre des Eixendorfer Stausees wurde durch das Gremium angenommen. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine Stellungnahme mit mehreren Punkten, die berücksichtigt werden sollen, abzugeben.

Die kürzlich gewählten Kommandanten der Feuerwehren Kemnath bei Fuhrn und Kröblitz erhielten die Bestätigung durch den Stadtrat. Die Mandatsträgern ermächtigten auch den Werkleiter der Stadtwerke nach Einholen von mindestens drei Angeboten, ein Kommunaldarlehen für die Stadtwerke in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufzunehmen.

Hintergrund:

Der Hirschbergturm

  • Erbaut: 1973 vom Naturparkverein Oberpfälzer Wald
  • Gesperrt: Seit 2019 aufgrund des maroden Zustands des Bauwerks
  • Modell schmückt Dorfplatz: Ein Modell des Hirschbergturms, das einst Schüler der Berufsschule Neunburg gebaut hatten, steht seit 2020 auf dem Dorfplatz in Fuhrn. Mitglieder der örtlichen Feuerwehr hatten für eine Einhausung gesorgt.
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