13.05.2020 - 11:34 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Neunburg vorm Wald sucht seine Helden

Bisher habe Neunburg die Coronakrise sehr gut gemeistert, zieht Bürgermeister Martin Birner ein Zwischenfazit. Damit das weiter so geht, machen nun große Banner auf die Hygienevorschriften aufmerksam.

Erster Bürgermeister Martin Birner (rechts) und Stadtrat sowie Beauftragter für Gesundheitswesen Maximilian Lang vor einem der neuen Banner mit den derzeit so wichtigen Hygienemaßnahmen.
von Externer BeitragProfil

Seit einigen Tagen werden immer mehr Lockerungen möglich. Das freut nicht nur Familien, die wieder die vielen Spielplätze nutzen dürfen, sondern auch viele Bürger aller Altersgruppen, die nun wieder zu einem neuen Alltag – mit Mundschutz und Mindestabstand – zurückkehren können. Bei all der Freude über die neuen Lockerungen sind natürlich die Hygieneregeln trotzdem ein entscheidender Faktor, damit kein neuer Lockdown droht.

Im Stadtgebiet begrüßen deshalb an viel frequentierten Orten Banner, die alle Hygieneregeln in Übergröße zeigen und zum Beachten derselbigen aufrufen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Denn wenn keiner die Hygienemaßnahmen vorlebt dann macht es auch keiner nach, so die einfache Botschaft von Stadt und BRK Bereitschaft. Mit der Kampagne „Infektionsschutz geht uns alle an – Sei du unser Held“, möchte der Initiator und zugleich stellvertretende BRK-Bereitschaftsleiter Maximilian Lang auf diese Problematik aufmerksam machen. „Wenn jeder Bürger seinen Beitrag dazu leistet, kann es ein gutes Ganzes werden.“, so Lang.

Zusammen mit der BRK-Bereitschaft und der Stadt Neunburg wurden im Detail zwei verschiedene Banner entworfen und im Stadtgebiet aufgestellt, die zum einen die allgemeingültige Hygieneregeln enthalten und zum anderen auf den Mindestabstand und den Mund-Nasen-Schutz hinweisen. „Wir wollten mit den Bannern nicht bedrohend wirken und haben uns daher für die Farbe Grün entschieden, die für Sicherheit und Hoffnung steht. Wir waren mit den Bannern genau zum richtigen Zeitpunkt startklar, als die Maskenpflicht kam und die Kommunen gefordert waren, in der Öffentlichkeit darauf hinzuweisen“, so Erster Bürgermeister Martin Birner. Neben den Bannern wurde mittlerweile weiteres Printmaterial, wie Plakate, an die Einzelhändler und Selbstständigen zusammen mit einem Anschreiben und möglichen Handlungsempfehlungen versendet.

Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, welch großen Zusammenhalt es in Neunburg gibt. Von den Apothekern, über die Leiter der Pflegeheime beziehungsweise Pflegedienste und die Rettungsorganisationen, bis hin zu den Arztpraxen habe es von allen Seiten ein konstruktives Miteinander in der Beschaffung von Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln gegeben. Birners Fazit zu den vergangenen Wochen: „Für Neunburg vorm Wald kann ich sagen: Wir sind stolz auf das, was in den letzten Wochen geleistet wurde. Alle – insbesondere auch die Bevölkerung – hat vorbildlich mitgeholfen und sich eingebracht. Dank des Gemeinschaftsgefühls und der gegenseitigen Unterstützung haben wir diese Krise bisher sehr gut gemeistert.“

Letztlich sei es keine Selbstverständlichkeit gewesen, dass Neunburg vorm Wald noch vor vielen anderen Kommunen die Verteilung von Mund-Nasen-Schutz, beispielsweise im Einzelhandel und bei den Feuerwehren, veranlassen konnte. Die Stadt Neunburg vorm Wald ging hier, um den bestmöglichen Schutz zu garantieren, in finanzielle Vorleistung. Glücklicherweise trafen alle Bestellungen zügig ein. Komplettiert wurde das Ganze vom Engagement vieler Ehrenamtlicher, die in der Herstellung selbstgenähter Masken oder auch Kittel wahre Profis geworden seien und das alles in ihrer Freizeit geleistet haben.

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