02.07.2021 - 13:27 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Neunburger Marienheim kommt mit finanziellem Plus und ohne Corona-Fälle durch die Pandemie

Die Bilanz im Neunburger Marienheim stimmt: Für 2020 hat Kämmerer Michael Haßfurter ein Jahresergebnis mit einem Plus von fast 350 000 Euro verbucht. Mit Blick auf eine geplante Erweiterung machen auch andere Zahlen Mut.

Eine Erweiterung und Sanierung des Marienheimes ist dringend notwendig. Das Ergebnis der Einrichtung für 2020 hat sich zufriedenstellend entwickelt.
von Helga ProbstProfil

Dank guter Führung ist das Marienheim der Neunburger Spitalstiftung bislang von Corona-Fällen verschont geblieben. Das nahmen die Stadträte mit Zufriedenheit zur Kenntnis, auch, dass die Einrichtung immer gut belegt ist. Allerdings sind die Ausstattung und die Betriebsanlagen ins Alter gekommen und verursachen laufend Instandhaltungsmaßnahmen. Ebenso muss die Barrierefreiheit umgesetzt werden. Der Stadtrat hatte bereits über eine umfassende Sanierung und Erweiterung beraten. Es herrschte Einigkeit, dass diese Maßnahmen erforderlich sind.

4,5 Millionen Euro Stiftungserträge

In der Sitzung gab Kämmerer Michael Haßfurter das vorläufige Ergebnis 2020 der Spitalstiftung bekannt. Das Gesamtresultat beläuft sich nach seinen Worten auf ein Plus von rund 347 500 Euro. Im Vorjahr waren es knapp 186 600 Euro. Im vergangenen Jahr seien Gesamtaufwendungen von 4,2 Millionen Euro und Gesamterträge von 4,5 Millionen Euro für die gesamte Spitalstiftung angefallen, so der Bericht.

Im Februar hat sich der Stadtrat mit den Erweiterungsplänen für das Neunburger Marienheim befasst

Neunburg vorm Wald

Mehrere Gründe haben zu diesem positiven Ergebnis geführt, erklärte auch Marianne Deml, die Beauftragte für der Spitalstiftung. Unter anderen seien das die Vollbelegung und dadurch bedingte weniger – aber aufwändigere – Fälle von Kurzzeitpflege. Vergleichsweise geringe Sterbefälle und kein größerer Personalausfall seien ebenfalls von Vorteil gewesen. „Geprüft wird zurzeit eine Erweiterung um bis zu 34 zusätzliche Heimplätze auf 117“, wies Deml auf die Notwendigkeit der Sanierung hin.

Bürgermeister Martin Birner lobte die Situation der Spitalstiftung als geordnet und solide. Eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt Neunburg sei bisher nicht nötig gewesen. Birner würdigte auch die Arbeit von Leitung und Personal der Einrichtung.

Mit Vereinbarung zum Zweckverband

Im Februar hat der Stadtrat den Beitritt zum Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Oberpfalz und die Übertragung der Befugnisse beschlossen. Die Verwaltung hat die nötigen Schritte dafür eingeleitet. Übertragen wird die Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs. Im Oktober wird der Zweckverband in seiner Versammlung die Aufnahme der Stadt Neunburg behandeln.

Bis zum Inkrafttreten der Änderungssatzung am 1. Januar 2022 gilt als Übergangslösung der Abschluss einer Zweckvereinbarung zur Übertragung der beschlossenen Aufgaben. Der Beschluss, dass der Erste Bürgermeister beauftragt wird, die Zweckvereinbarung zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu unterzeichnen, wurde mit 14:6 Stimmen gefasst.

 

 

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