23.11.2020 - 15:32 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Stadt Neunburg stellt über 2,4 Millionen Euro für Straßen bereit

Das städtische Straßenbauprogramm hat den Bauausschuss passiert. Eine Summe von etwas über 2,4 Millionen Euro soll dafür nächstes Jahr bereit gestellt werden.

In diesem Bereich soll eine Linksabbiegespur zum Industriegebiet „Dorfmühle“ entstehen. Der Vorschlag, diese Maßnahme im Straßenbauprogramm um ein Jahr zu verschieben, wurde im Neunburger Bauausschuss vorgebracht.
von Helga ProbstProfil

Die Sitzung des Bauausschusses in der Schwarzachtalhalle leitete Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl, nachdem sich Stadtoberhaupt Martin Birner nach wie vor in Quarantäne befindet. Zehn Stadträte arbeiteten die Tagesordnungspunkte zügig ab. Eine längere Diskussion löste nur die Fortschreibung des Straßenbauprogramms 2020 bis 2025 aus. Hier wurden im Gremium unterschiedliche Prioritäten gesehen.

Der Neunburger Bürgermeister Martin Birner hat sich mit Corona infiziert

Neunburg vorm Wald

Zur Abstimmung kam das von der Bauverwaltung überarbeitete und aktualisierte Bauprogramm. Die Stadt Neunburg ist Baulastträger eines Straßennetzes von rund 178 Kilometern Länge. Etliche Trassen sind überaltert und beschädigt. Der Unterhalt der städtischen Straßen gliedert sich in notwendige Sofortmaßnahmen im Rahmen der gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht und den Erhalt bereits ausgebauter Straßen. Trassen ohne tragfähige Bausubstanz, für die keine wirtschaftliche Straßenunterhaltung möglich ist, können nur vollständig erneuert oder neu gebaut werden. Abhängig von verschiedenen Kriterien finden sich derlei Maßnahmen im städtischen Straßenbauprogramm wieder.

Der Ansatz im Haushalt 2021 für die Straßenerneuerung beläuft sich auf 2,1 Millionen Euro, und für Straßenunterhaltsmaßnahmen sind 315.000 Euro eingeplant. Die Reihenfolge der Maßnahmen im Straßenbauprogramm 2021 führt die Bushaltestelle bei der Kirche in Kemnath bei Fuhrn an, gefolgt von der Staatsstraße 2151 bei Wilbersdorf, dem Abschnitt Mitterauerbach–Wundsheim und der Linksabbiegespur von der Staatsstraße 2398 zum Industriegebiet Dorfmühle.

Auf Platz fünf bis neun stehen die Erschließungen der Baugebiete „Nördlich des Seewegs“ in Seebarn, „Am Bahnhof“ und „Baugebiet Hofenstetten“, die Erneuerung der Deckschicht der Haydnstraße und die Neugestaltung der Krankenhaus- und Kolpingstraße. Für 2022 sind vorgesehen der Brückenbau Rahm, der Kreisverkehr Jobplatz, der Eiserne Steg, zwei Brücken in Oberauerbach, die Ortsstraße Oberaschau und der Schrannenplatz.

Damit war Stadtrat Konrad Hoch (Freie Wähler) nicht einverstanden. Er forderte, dass mindestens eine Brücke in Oberauerbach nächstes Jahr gebaut wird. Die Brücken seien seit ein paar Jahren immer wieder verschoben worden, bemängelte er und schlug vor, dafür die Linksabbiegespur "Dorfmühle" auf 2022 zu verlegen. CSU-Stadtrat Harald Klatzka hielt dagegen, dass an dieser Stelle schon lange Zeit eine verkehrssichere Abbiegemöglichkeit gefordert werden. Alexander Trinkmann (CSU) war der Meinung, dass die Abbiegespur erst verwirklicht werden sollte, wenn auch ein Investor einen Bauantrag im Gebiet Dorfmühle einreiche.

Der Bauausschuss hat zuletzt eine Vielzahl an Anträgen genehmigt

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Noch einmal kam die von den Freien Wählern geforderte Asphaltierung des innerstädtischen Wanderweges zur Sprache. Dazu lag eine Stellungnahme des Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald vor, nach der bei Asphaltierung der Weg die Kennzeichnung „Goldsteig-Wanderweg“ verlieren würde. „Das wäre schlecht für die Gastronomie und die Belebung der Innenstadt“, warf die Zweite Bürgermeisterin ein und erklärte, dass die Route auf eine außerstädtische Trasse verlegt werden müsste.

Martin Scharf (FW) bat darum noch einmal nachzufragen, ob der Goldsteig tatsächlich verlegt werden müsste. Dieser verlaufe doch zum Teil schon auf asphaltierten Straßen. Er würde es begrüßen, wenn wenigstens mit einem Abschnitt des Wanderweges einmal begonnen werde. Der zweite Antrag der Freien Wähler konnte ebenfalls nicht positiv beschieden werden: Die Verlängerung des Wanderweges vom Kalvarienberg aus bis nach Unteraschau entlang der Staatsstraße scheitert an den momentanen Grundstücksverhältnissen, und drei ausgearbeitete Varianten fanden ebenfalls keine Zustimmung des Ausschuss. Also wurde beschlossen, dass der vorhandene Wanderweg instandgesetzt werden soll.

Der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss billigte das Straßenbauprogramm bis 2025 einstimmig und empfiehlt dieses dem Stadtrat zur endgültigen Beschlussfassung. Dann soll auch entschieden werden, ob die Linksabbiegespur zur Dorfmühle um ein Jahr verschoben werden kann und eine Brücke in Oberauerbach vorgezogen wird.

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