21.02.2020 - 15:24 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Zehn Fragen an die Kandidaten

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Zwei Bewerber kämpfen in Neunburg vorm Wald um den Chefsessel im Rathaus: Amtsinhaber Martin Birner (CSU) und Herausforderer Martin Scharf. Vor dem Urnengang baten wir die beiden Kandidaten, auf zehn von uns gestellte Fragen zu antworten.

Der amtierende Bürgermeister Martin Birner ist der Kandidat der CSU für die Kommunalwahl.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Scharf wirft auf der Liste der Freien Wähler seinen Hut in den Ring und möchte künftig die Geschicke der Gemeinde lenken. Beim Urnengang vor sechs Jahren traten ebenfalls diese beiden Bewerber an. Der amtierende Bürgermeister Martin Birner hatte sich 2014 mit rund 78 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Martin Birner ist seit dem Jahr 2011 Bürgermeister der Stadt Neunburg vorm Wald und Nachfolger von Wolfgang Bayerl als Rathauschef. Er gewann vor neun Jahren die Stichwahl um den Bürgermeisterposten in Neunburg vorm Wald.

Nachfolgend die Antworten der beiden Kandidaten auf unsere Fragen:

Martin Scharf geht bei der Wahl für die Freien Wähler ins Rennen um das Bürgermeisteramt.

ONETZ: Name, Alter, Familienstand, Beruf

Birner: Martin Birner, 49 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, Erster Bürgermeister Scharf: Martin Scharf, 56 Jahre, verheiratet, drei erwachsene Kinder, Rechtsanwalt

ONETZ: Braucht die Gemeinde einen neuen Mann an der Spitze?

Birner: Ich brenne für meine Heimatstadt, erfülle mit Herzblut meine Aufgabe als Bürgermeister und habe noch viele Ideen, die ich gerne mit den Bürgerinnen und Bürgern und zum Wohl der gesamten Gemeinde umsetzen möchte. Scharf: Ja. Ansonsten wäre ich nicht angetreten. Ich werde mit einem anderen Führungsstil, neuen Anregungen und unterschiedlichen Herangehensweisen an die Aufgaben neue Impulse für die Mitarbeiter der Verwaltung und die Stadt geben.

ONETZ: Warum kandidieren Sie?

Birner: Ich habe viele positive Entwicklungen in Neunburg einleiten können, zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern, Stadtrat, Verwaltung, Unternehmen und besonders ehrenamtlich engagierten Personen. Diesen gemeinsamen Weg will ich fortsetzen. Scharf: Ich will Bürgermeister werden und Neunburg mit meiner Erfahrung als Jurist und langjähriger Kommunalpolitiker voranbringen. Ich will die Herausforderungen der Zukunft zusammen mit den Bürgern, der Verwaltung und dem Stadtrat anpacken.

ONETZ: Was unterscheidet Sie von Ihrem Gegenkandidaten?

Birner: Die anstehenden Herausforderungen erfordern positive Einstellung, Gestaltungswillen, Überzeugungskraft und Teamgeist. In den neun Jahren meiner Amtszeit hat sich dies bestens bewährt. Scharf: Der größte Unterschied liegt in der Finanzpolitik. In den letzten neun Jahren stiegen die städtischen Schulden von 5,9 auf 12,3 Millionen Euro an, da zu großzügig mit Steuergeldern umgegangen wurde. Notwendigen Investitionen wurde zugestimmt.

ONETZ: Wie wollen Sie die Gemeinde weiterentwickeln?

Birner: Ich sehe die Grundlagen für die generationengerechte und nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde im verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt und den Möglichkeiten der Digitalisierung in allen Kernbereichen des kommunalen Wirkens. Scharf: Die Altstadt beleben. Mit einer schönen Alt- und Vorstadt wird die Aufenthaltsqualität, der Wohnungsmarkt und das Erscheinungsbild gravierend verbessert werden. Neue Gewerbegebiete ausweisen. Sicherstellung der ärztlichen Versorgung.

ONETZ: Wo besteht der dringendste Handlungsbedarf?

Birner: In den letzten Jahren wurden bereits viele Projekte in den Bereichen Familie, Bildung, Wirtschaft und Wohnungsmarkt erfolgreich realisiert. Aktuell stehen der flächendeckende Breitbandausbau und weitere Projekte in der Altstadtsanierung an. Scharf: Altstadt, Altes Landratsamtgebäude und Schloß. Diese Herzstücke der Stadt befinden sich in keinem guten Zustand. Der Handlungsbedarf ist unstreitig. Es sollen nicht wieder andere Großprojekte vorgezogen werden. Es ist allerhöchste Zeit.

ONETZ: Nennen Sie Ziele, die Sie in Ihrer Amtszeit gerne verwirklichen würden.

Birner: Neben dem medizinischen Versorgungszentrum soll die Gesundheitsversorgung insgesamt weiterentwickelt und gesichert werden. Rathaus, Stadtplatz, das sanierte Alte und Neue Schloss sollen zu einer attraktiven Stadtmitte werden. Scharf: Das Miteinander stärken. Stopp der Verschuldung und mittelfristiger Schuldenabbau. Weitere Gewerbeansiedlungen. Arztsitze halten. Altstadt wird belebt. Das Burghofesemble wird ein Ort der Begegnung, der Kreativität, der Kunst und Kultur.

ONETZ: Was wollen Sie tun, damit die Gemeinde von der Leerstandsoffensive profitiert?

Birner: Die gestartete Altstadtoffensive hat mit der Nachnutzung des Rotkreuzhauses, Rieder-Anwesens und ehemaligen Raiffeisenbankgebäudes durch Unternehmen erste Früchte getragen. Diesen Weg möchte ich weiter beschreiten, um neue Nutzungskonzepte zu ermöglichen und die Altstadt dadurch weiter zu stärken. Scharf: In der Altstadt sollen moderne, bezahlbare Wohnungen geschaffen werden. Mit der Belebung wird sich kleingliedriger Einzelhandel halten und ansiedeln. Für die Umsetzung sollte die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft angestrebt werden.

ONETZ: Braucht die Gemeinde mehrere Feuerwehren?

Birner: Die ehrenamtlichen Feuerwehren sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Rettungswesens, aber auch des gesellschaftlichen Lebens. Jede Wehr hat ihre Stärken. Mit der hervorragenden Ausstattung sind sie für verschiedenste Einsatzlagen gerüstet. Scharf: Das Konzept mit der sehr starken Stützpunktwehr in Neunburg, drei Feuerwehren mit Atemschutz und den weiteren Feuerwehren für die Unterstützung hat sich bewährt. Sämtliche Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner leisten hervorragende Arbeit.

ONETZ: Was sind Ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen?

Birner: Am liebsten verbringe ich die Freizeit zu Hause bei meiner Familie. Außerdem mag ich gern Skifahren, Laufen oder Radfahren und bin gerne in der Natur unterwegs. Scharf: Mit unserem Hund Linus spazieren gehen, Sport – insbesondere Tennis spielen und Rad fahren –, Städtereisen mit meiner Frau unternehmen, Musik hören, Konzerte und Festivals besuchen, Events organisieren.

Wählen leicht gemacht: Das müssen Sie zur Kommunalwahl wissen

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.