14.07.2021 - 15:06 Uhr
NeusorgOberpfalz

Abkochanordnung in Neusorg teils aufgehoben

Entwarnung in Neusorg: Seit mehreren Tagen wurden im Ortsnetz keine Verunreinigungen mehr festgestellt. In Pullenreuth dagegen muss das Wasser weiterhin abgekocht werden.

Die Bürger der Gemeinde Neusorg müssen ihr Trinkwasser nicht mehr abkochen. Die Abkochanordnung besteht nur noch für Riglasreuth, Weihermühle, Wernersreuth sowie für die Ortsteile der Gemeinde Pullenreuth.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Über drei Woche mussten die Bürger in Neusorg ihr Leitungswasser abkochen. Der Grund waren Belastungen mit coliformen Bakterien in Teilbereichen des Netzes. Am Mittwochnachmittag konnte Bürgermeister Peter König teilweise Entwarnung geben: Die Abkochanordnung des Trinkwassers für den Großteil der betroffenen Ortsteile ist aufgehoben. Dies teilte Bürgermeister Peter König nach einer Besprechung mit dem Gesundheitsamt Tirschenreuth am Mittwoch mit. "Das Trinkwasser in den Ortsteilen Neusorg, Stöcken, Stockau, Wäsch und Haidelfurth muss nicht mehr abgekocht werden", heißt es in der Stellungnahme des Bürgermeisters. Damit wird die amtliche Abkochanordnung in den genannten Ortsteilen aufgehoben. König zeigte sich erleichtert, dass nach den anstrengenden und belastenden Tagen ein Stück Normalität einkehren kann. "Im Ortsnetz Neusorg sind bereits seit mehreren Tagen keine signifikanten Verunreinigungen festgestellt worden", informierte er.

Hochbehälter wird gereinigt

Die Abkochanordnung im Versorgungsgebiet Riglasreuth, Weihermühle, Wernersreuth bleibt allerdings bestehen. "Bei den punktuellen Beprobungen wurde noch eine Keimbelastung festgestellt", erklärte der Bürgermeister. Derzeit erfolgen Nacharbeiten in Form von Hochbehälterreinigungen. Nach Abschluss der Arbeiten sollte auch in diesem Bereich eine Entwarnung gegeben werden können, informierte König. Hierzu werden die Bürger gesondert informiert.

Als Ursache konnte unter großem personellen Einsatz ein defekter Absperrschieber im Maschinenhaus im "Mauswinkel" ausgemacht werden, der nicht vollständig dichtete. Somit sei nicht das gesamte Wasser über die UV-Anlage desinfiziert worden. Aufgrund der starken Regenfälle in den vergangenen Wochen ist das Quellrohwasser mit Keimen belastet, die so in das Ortsnetz gelangten. Bürgermeister Peter König dankte den Bürgern für die aufgebrachte Geduld und die Besonnenheit, sowie insbesondere den Wasserwarten Norbert Schwarz und Richard König und dem Gesundheitsamt Tirschenreuth für die Unterstützung im Krisenmanagement.

Ursachenforschung in Pullenreuth

In der Gemeinde Pullenreuth ist die Abkochanordnung dagegen noch in Kraft. Dies teilte Bürgermeister Hubert Kraus am Mittwochvormittag auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mit. "Es ist besser geworden, aber es werden immer noch Verunreinigungen festgestellt." Ende Juni wurden in der Kommune unabhängig von der Keimbelastung des Trinkwassers in Neusorg ebenfalls coliforme Bakterien festgestellt.

Laut Kraus werden alle zwei Tage an verschiedenen Stellen im Gemeindebereich Wasserproben entnommen. "Wir forschen immer noch nach der Ursache", sagte der Bürgermeister. Die Keimbelastung könne nach Aussagen von Kraus auf keinen bestimmten Ortsteil begrenzt werden. Somit gilt die Abkochanordnung des Gesundheitsamts Tirschenreuth für das Trinkwasser in den Ortsteilen Pullenreuth, Mengersreuth, Dechantsees, Schlag, Arnoldsreuth, Harlachberg, Funkenau, Tannenhäusl, Rehbühl, Rothenfurth, Kellermühle, Kunzenlohe sowie Schindellohe, Dreihäuser und Höll auch weiterhin.

Keimbelastung im Trinkwasser der Gemeinden Neusorg und Pullenreuth geht zurück

Neusorg

„Im Ortsnetz Neusorg sind bereits seit mehreren Tagen keine signifikanten Verunreinigungen festgestellt worden.“

Bürgermeister Peter König

 

 

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