18.06.2020 - 14:30 Uhr
NeusorgOberpfalz

Baurecht für Areal an Neusorger Steinwaldstraße

Der Neusorger Gemeinderat hat den Entwurf einer Einbeziehungssatzung "Neusorg-Süd-Steinwaldwaldstraße" befürwortet. "Mit dieser nicht alltäglichen Vorgehensweise wird neues Baurecht geschaffen", führte Bürgermeister Peter König aus.

Mit der Aufstellung einer Einbeziehungssatzung für das Grundstück (Bild) an der Steinwaldstraße wurden die Voraussetzungen für eine bauliche Nutzung geschaffen. Wegen der vorhandenen Hofstelle (Hintergrund) ist auf einer Teilfläche des Planungsgebietes keine Wohnbebauung erlaubt, da der Mindestabstand von 60 Meter einzuhalten ist.
von Hubert BrendelProfil

Wie Rathauschef Peter König in der Sitzung - wegen der Corona-Pandemie wiederum in der Rektor-Haindl-Aula - erläuterte, gebe es einen Interessenten für eine bauliche Nutzung der zirka 6800 Quadratmeter großen Fläche südlich des Bahnhofs an der Steinwaldstraße. Bei dem festgelegten Planungsbereich handle es sich um eine innerörtliche Außenbereichsfläche, die von bebauten Grundstücken umgeben werde. Die mit dem Erlass der Einbeziehungssatzung neu einbezogenen Flächen würden durch die bauliche Nutzung des angrenzenden Bereichs nicht gestört.

Weiter erläuterte Bürgermeister König, dass bereits im Juli 2019 aufgrund einer Bauvoranfrage die Aufstellung einer Einbeziehungssatzung beschlossen worden sei. Damit könne eine Kommune nach dem Baugesetzbuch einzelne Außenbereichsflächen in die im Zusammenhang bebauten Ortsteile einbeziehen, wenn die einbezogenen Flächen durch die bauliche Nutzung des angrenzenden Bereichs entsprechend geprägt seien.

Die Einbeziehungssatzung erstellte das Architekturbüro Günthner Lenk in Eschenbach, das Ingenieurbüro für Bauphysik, Akustik und Schwingungstechnik (IBAS) in Bayreuth war mit der Fertigung eines Schallschutzgutachtens beauftragt. Den Entwurf der Einbeziehungssatzung erläuterte Diplom-Ingenieur Günther Lenk dem Gremium im Detail.

60 Meter Abstand

Demnach ist auf einer südwestlichen Teilfläche keine bauliche Nutzung zulässig. Dort ist die Abstandsregelung von 60 Meter zu einer Hofstelle einzuhalten. Zudem befinden sich im Planungsgebiet zwei kleinere als Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung bezeichnete Bereiche, die von der Deutschen Bahn genutzt werden. Der Bauinteressent muss daher seine Vorhaben mit ihr absprechen.

Darüber hinaus wird nach Vorabstimmung mit dem Sachgebiet Umwelt- und Naturschutz beim Landratsamt Tirschenreuth dem Naturschutz Rechnung getragen, indem entlang der Südgrenze ein definierter sechs Meter breiter Grünstreifen, eine Hecke mit sechs Hochbäumen auf Kosten des Bauherrn vorgesehen sind.

Mit der Zustimmung zum Entwurf der Einbeziehungssatzung hat der Gemeinderat die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Wohnbebauung, verbunden mit Gewerbebetrieben in einem für den Ort verträglichen Rahmen, geschaffen. Gleichzeitig erging an die Bauverwaltung der Auftrag, das Verfahren zur Beteiligung der berührten Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange einzuleiten. Laut des vorausgegangenen Beschlusses sind die Kosten für das Verfahren in einem ersten Nachtragshaushalt einzuplanen.

In Neusorger Süden tut sich auch an anderen Stellen einiges

Neusorg

Auf Nachfrage aus den Reihen des Gemeinderates hinsichtlich einer Entsorgung von alten Feuerlöschern mit Inhalt informierte der Bürgermeister, dass diese kostenlos in der Deponie Steinmühle abgegeben werden können.

Auch bei einem Neukauf in einem Fachgeschäft werden die alten Feuerlöscher zurückgenommen. Dies trifft allerdings nicht zu, wenn sie in einem Baumarkt erworben werden.

Bahn erneuert Gleise

Umfassend informierte das Gemeindeoberhaupt über die geplanten Gleisbauarbeiten am Bahnhof Neusorg im Zuge der vorgesehenen Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg-Marktredwitz. So beabsichtigt die Deutsche Bahn, am Bahnhof die beiden Haupt- sowie das Ausweichgleis komplett zu erneuern.

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