24.07.2020 - 10:19 Uhr
NeusorgOberpfalz

Nächster Schritt für Neusorger Baugebiet

Die 1. Änderung des Bebauungsplanes „Westlich des Friedhofs“ an der Eichendorffstraße stand in der Gemeinderatssitzung Neusorg auf der Tagesordnung. Der vom beauftragten Architekturbüro erstellte Entwurf fand uneingeschränkte Zustimmung.

Das 23 000 Quadratmeter große neue Baugebiet an der Eichendorffstraße beinhaltet 16 Bauparzellen. Mit der 1. Änderung des Bebauungsplanes erfolgte auch eine Umbenennung in „Neusorg-West“ statt wie bisher „Westlich des Friedhofes“.
von Redaktion ONETZProfil

Der Vertreter des Architekturbüros Blank & Partner aus Pfreimd erläuterte den Entwurf zur 1. Bebauungsplanänderung im Detail. Die bisherige Bezeichnung des Bebauungsplanes „Westlich des Friedhofes“ wurde in „Neusorg-West“ geändert. Zudem wurde auf Längsparkplätze verzichtet. Eine weitere Änderung bezieht sich auf die Straßenbreite von 5,5 Metern und einen Gehweg von 2 Metern entlang der Erschließungsstraße, eine Stichstraße mit einem Wendehammer im westlichen Bereich des Baugebietes. Vom Wendehammer aus ist ein Fußweg zur bestehenden Wohnbebauung im Süden vorgesehen.

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Neusorg

Die 1. Änderung, einhergehend mit einer Optimierung des Bebauungsplanes, lässt den Bauinteressenten viel Spielraum bei der Errichtung eines Eigenheims. Im Entwurf der 1. Änderung ist auch die Dachgestaltung berücksichtigt. Möglich sind demnach ein Sattel-, Pult- oder versetztes Pultdach sowie ein Zelt-, Walm- und Flachdach, etwa auf Bungalows. Bei Satteldächern ist eine Dachneigung bis 48 Grad zulässig. Erläutert wurden zudem die Möglichkeiten der Grundstückseinfriedung, bei der auch Stützmauern mit einem Meter Höhe erlaubt sind. Aufgenommen im Entwurf der 1. Bebauungsplanänderung wurde zudem, dass die Firstrichtung frei gewählt werden kann, weiter wurde auch eine Lockerung der Baugrenze aufgenommen.

Das Gremium stand der Anregung von ÜWG-Fraktionssprecherin Erni Bühl zur gärtnerischen Gestaltung der Grünflächen positiv gegenüber. Nach ihren Worten sollte die gärtnerische Gestaltung als weitere Festsetzung im Bebauungsplan in Erwägung gezogen und aufgenommen werden. Damit fand sie bei ihren Gremiumskollegen Zustimmung. Dies bedeutet für den Bauwerber, dass er im Bauantrag eine Aussage hinsichtlich der gärtnerischen Gestaltung der Grünflächen zu treffen hat.

Nach den Worten von Bürgermeister Peter König soll im kommenden Monat die Auslegung mit Anhörung der Träger öffentlicher Belange zur 1. Änderung des Bebauungsplanes erfolgen. Ergänzend fügte er hinzu: „Wenn Planungssicherheit besteht, kann die Erschließungsplanung in Angriff genommen werden.“ Der Zeitplan der Kommune sieht vor, im Frühjahr kommenden Jahres mit den Erschließungsarbeiten zu beginnen. Die Fertigstellung wird im Herbst erwartet. Bisher erfolgte bereits die Rodung des Waldgebietes einhergehend mit der Entfernung und Aufbereitung der Wurzelstöcke.

Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung informierte Bürgermeister Peter König, dass aufgrund vieler anstehender Tagesordnungspunkte am Montag, 27. Juli, um 18 Uhr in der Rektor-Haindl-Aula eine zusätzliche Gemeinderatssitzung stattfindet.

Info:

Hintergrund

Die 23 000 Quadratmeter große Fläche für das neue Bauareal, einst ein Waldgebiet, hat die Kommune von der Ebnather Forst AG erworben. Es umfasst 16 Bauparzellen in einer Größe von 684 Quadratmeter bis 2789 Quadratmeter. Letzteres ist darauf zurückzuführen, da in den Grundstücksgrößen eine Waldabstandsfläche eingebunden ist. Demnach gilt eine Baumfallgrenze von etwa 15 Meter zum im Norden angrenzenden Waldgebiet der Ebnather Forst AG. Die Baumfallgrenze gibt eine Freihaltung von baulichen Anlagen und sonstige Einrichtungen, die zum Daueraufenthalt bestimmt sind, vor.

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